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DVDs

DVD-Tip: Shooter

Antoine Fuqua - Shooter

Titel: Shooter
Artist: Antoine Fuqua
Label: Paramount Home Entertainment
Bewertung: Rating: 4 4 / 5
Link: Amazon

Lange keine “Produktempfehlungen” mehr gemacht, wird mal wieder Zeit. Vor allem da das Wetter draußen immer beschissener - sprich kälter und nässer - wird und das angenehmste, was man an solchen Tagen machen kann, nen gechillter DVD-Abend in der warmen Bude ist. So’n DVD-Abend ist aber immer nur so gut wie der Stoff, den man sich ausleiht / kauft, und bevor ihr in der Videothek vor dem Neuheiten-Regal steht wie die Kuh vor’m Berg, hab ich mir gedacht ich geb euch mal nen Tip mit auf den Weg.

In “Shooter” geht’s, wie der Name schon sagt, um’s Ballern. Die Story handelt von einem Scharfschützen (”Swagger”), der in einem Militäreinsatz von seiner Regierung im Stich gelassen wird, und bei ‘ner ordentlichen Ballerei seinen Kumpel und Scout (= der mit dem Fernglas, der dem Scharfschützen Infos zu Zielen, [Anzahl, Entfernung und Windverhältnisse] gibt) verliert. Enttäuscht von der Regierung hängt er seine Karriere beim Militär an den Nagel und zieht sich in eine Hütte in den Bergen zurück. Dort führt er ein ziemlich ruhiges und einfaches Leben: sein Essen schießt er sich selber (einmal Waffentick immer Waffentick), einer geregelten Arbeit geht er nicht nach, äußerlich sieht er eher aus wie’n Holzfäller (lange Haare, Bart, abgewichste Klamotten), die einzige Gesellschaft die er da oben hat besteht aus seinem (übrigens gut abgerichteten, so einen hätt ich auch gerne) Hund, und abgesehen von Nahrungsbeschaffung und Alkoholkonsum scheint er nur damit beschäftigt zu sein Nachrichten über Politik zu lesen (”mal sehen welche Lügen sie uns heute verkaufen wollen”).

Alles ziemlich “relaxt” soweit. Inhaltlos könnte man auch sagen, verwahrlost, runtergekommen, frustriert. Zumindest bis zu dem Tag an dem ein paar Regierungsfutzis in schwarzen Anzügen auftauchen und ihm einen Job anbieten: Swagger soll seine Scharfschützen-Skills nutzen um herauszufinden, wo ein angeblich geplanter Anschlag auf den Präsidenten stattfinden soll. Nach einem kurzen Hin und Her willigt er ein, und merkt bald dass er (wieder mal) verarscht wurde und nur als Sündenbock herhalten soll. Das lässt er sich natürlich nicht gefallen und mutiert vom Gejagten zum Jagenden.

Schon in den ersten Minuten merkt man wo der Hase in den nächsten anderthalb Stunden langlaufen wird: Explosionen, Zielfernrohr-Optiks, Headshots, *squish* *squish* Geräusche, jede Menge wild umherspritzendes Blut, und “dead bodies everywhere”. Die Vorgeschichte wird angenehm schnell erzählt, und so dauert es nicht lange bis der Film von der Anfangs-Action zur Hetzjagd kommt. Von da an geht’s eigentlich non-stop zur Sache, “Low-Ranger mäßig” wie Roco sagen würde.

Definitiv kein Film für Weicheier. Ist aber auch nix für Leute die gerne Filme mit großartig ausgefeilter Story erwarten. Es gibt ein paar Seitenhiebe gegen die (Bush-) Regierung, ein paar Verschwörungstheorien, und ein bisschen Liebesgeplänkel. Letzteres hält sich zum Glück in Grenzen, denn - mal unter uns Kerlen - es gibt doch nichts schlimmeres als Actionfilme die unnötig “verschnulzt” werden. Ich hab ja nix dagegen wenn man in einem Actionfilm eine (meinetwegen auch gerne mehrere) Ladie(s) in heissen, knappen Outfits einbaut (Halle Berry in Password:Swordfish anyone?), aber wenn sich irgendwann alles nur noch um die Alte dreht, und die da ewig rumeiern wie die Teenager, nur weil die Hormone verrückt spielen, dann guck ich mir doch lieber nochmal “Walking Tall” an.

Gibt es aber bei “Shooter” nichts dran zu meckern. Bisschen Ringelpietz mit Anfassen ja, Liebesschnulze mit Explosionen nein. Hier geht’s um ordentliche Fetzereien und jede Menge Selbstjustiz-Verherrlichung.

Das Setting ist eher städtisch als militärisch, was mir persönlich extrem gut gefällt. Filme die über die komplette Dauer in zerbombten Städten oder mit Minen bestückten Dschungelgebieten spielen sind nämlich so gar nicht mein Ding (weshalb ich auch den Soldat James Ryan nie zu Ende geguckt hab, bin dabei immer eingeratzt). “Shooter” wechselt immer schön die Szenerien: mal städtische Metropole, mal ländliche Idylle, mal verranzte Lagerhalle.

Alles in allem sehr dicker Film. Nicht ganz so auf die Fresse wie Walking Tall, der Nahkampf mit dem Holzbalken wird hier eher durch Fernkampf mit dem Scharfschützengewehr ersetzt, aber definitiv gutes Entertainment für diejenigen unter euch die in 3D-Shootern gerne mal den Sniper nehmen und Bock auf Popcorn-Kino haben.

Zur Entscheidungsfindung noch der Link auf die offizielle (deutsche) Website zum Film und die Trailer bei Apple (englisch). Nachdem ich den Film im OT gesehen hab muss ich sagen dass die deutsche Syncro lange nicht so cool rüberkommt - aber das geht mir bei fast jedem Film so und ist wahrscheinlich einfach Geschmackssache.

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  • Hat mal jemand nen Stuhl für mich? Ich muss mich setzen... STOP THE CHAIRS! DO NOT THROW CHAIRS INTO THE RING! MUAHAHA! (Link) Jul 18, 4:41pm
  • "Ich mach’s wie der liebe Gott. Der lässt sich auch nicht so oft blicken, hat aber trotzdem ein gutes Image." (Stromberg) Jun 11, 1:10pm
  • Es ist soweit: die Deutschlandfahnen-Seuche ist wieder ausgebrochen. Ich sag nur: "I gotta tell ya folks, I don´t get all choked up about yellow ribbons and American flags. I consider them to be symbols, and I leave symbols to the symbol-minded." (George Carlin) Jun 8, 11:03am

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