Donavon Frankenreiter – Pass It Around
Am Freitag kommt Donavon Frankenreiters neues Album “Pass It Around” in die (deutschen) Läden. Wie bereits erwähnt läuft das Ding im aloha basement seit Dienstag auf Rotation, deswegen gibt’s jetzt schon eine Review.
Und weil man Reviews besser nachvollziehen kann wenn man gleichzeitig zum Text auch den Sound hat, gibt’s an dieser Stelle schonmal einen kleinen Pre-Listening-Player:
Das Album startet gleich mit der Singleauskopplung “Life, Love & Laughter”, die gleichzeitig eine der schnellsten Nummern auf dem Album ist und ähnlich viel Funk hat wie “Move By Yourself” vom letzten Album. Der Song ist so poppig und weichgespült dass er eigentlich für Dauerrotationen auf Radio- und Fernsehstationen prädestiniert ist. Und es wundert auch nicht dass die Hotelkette “Hilton” den Song gleich als Hintergrund für einen Werbespot benutzt hat. Ob man das jetzt gut oder schlecht findet muss jeder für sich entscheiden. An der Musik ändert das aber nichts. Und die ist, wie ich finde, typisch Donavon, und transportiert gleich zu Beginn eine ordentliche Portion Urlaubsfeeling:
Life, Love & Laughter @ Yahoo! Video
Weiter geht’s dann – etwas chilliger – mit “Too Much Water”, der mich irgendwie an Jack Johnsons “Let It Be Sung” erinnert, mir aber wesentlich besser gefällt. Trotzdem für mich eher Lückenfüller als Highlight.
Anders sieht das beim dritten Track, “Come With Me” aus. Hier hat man sich auf das Wesentliche reduziert. Wenn es – abseits von Israel Kamakawiwo’oles “Somewhere Over The Rainbow” einen Song gibt der nach Hawaii klingt, dann isses “Come With Me”. Da möchte man am liebsten sofort Donavons Aufruf folgen, die Koffer packen, das Hawaii-Hemd überziehen, und nen Flug buchen. Schönes Ding!
Track vier (“Your Heart”), bringt uns dann von Hawaii schnurstracks nach Mexiko. Es offenbart sich die zweite Popnummer, die mir persönlich noch besser gefällt als “Life, Love & Laughter”, und durchaus Potential für die zweite Singleauskopplung hätte – wenn sie denn etwas länger wär. Gute Laune ist hier angesagt, und man kann gar nicht anders als mitzuwippen und “döpdöpdöp” zu singen.
“Hit The Ground Running” swingt dann ganz gemütlich daher, und transportiert einen wieder zurück in den Liegestuhl auf Maui. Da sehnt man sich nach Meerwasser und praller Sonne, und “das einzige was kalt bleibt, ist dein Drink in der Hand”, wie Mono & Nikitaman mal so treffend gesagt haben
“Mansions On The Sand” kann mich dann nicht wirklich überzeugen. Der Song erinnert eher an ein Outro und löst bei mir Skip-Reflexe aus. Auch bei “Someone’s Something” will der Funke bei mir nicht so recht überspringen.
“Sing A Song” kommt dann wieder ganz geschmeidig daher und propagiert den langsamen Lebensstil. Bereichert durch G.Love, der in dem Song die Harmonika spielt, avanciert der Track zu einem der ganz großen Anspieltips – Easy Listening At Its Best!
Und wo die Family gerade zusammen sitzt gesellt sich auf “Pass It Around” auch Ben Harper dazu. Eigentlich der perfekte Song um mit Kollegen zusammen zu sitzen und Bierflaschen o.ä. dichtende Substanzen ‘weiterzureichen’
“Come Together” läutet dann schon das Ende des Albums ein, und klingt wie der typische letzte Song auffem Konzert, zu dem die Feuerzeuge hochgehen und Ruhe einkehrt. Donavon schickt aber noch einen hinterher, nämlich “Everything To Me”. Für mich persönlich eins der Highlights des Albums, das den Donavon-Fanboy sofort an “Butterfly” vom ersten Album erinnert. Hier geht’s noch ne Runde chilliger und romantischer zu, was einen alten Romantiker wie mich aber nicht abschrecken kann, ganz im Gegenteil.
Und dann war’s das auch schon mit dem Album. Elf Tracks im Ganzen, 41 Minuten Spielzeit, die man sich auch mehrmals hintereinander geben kann. Für 5 Sterne reicht’s nicht ganz, dafür sind dann doch 1-2 “Skip-Tracks” zuviel drauf. Nichtsdestotrotz knüpft Donavon mit seinem dritten Album an den Sound des zweiten an, und hat mehr zu bieten als nur Akkustikgitarre und Gesang.
Und wenn ich mir angucke wie schlecht Jack Johnsons letztes Release ausgefallen ist und wie viel größer die Fangemeinde um Donavon geworden ist, dann kann ich mir gut vorstellen dass er Jack auf kurz oder lang ablösen wird – auch wenn (oder gerade weil) er mehr Alt-Hippie als Sunnyboy ist. Für alle Fans gechillter Musik im Allgemeinen und der – wie ich die Kombo aus Jack Johnson, Ben Harper, Donavon Frankenreiter, Tristan Prettyman, Jason Mraz, etc. gerne nenne – “Hawaii-Connection” im Speziellen gilt: Kaufbefehl!
Weiterführende Links:
MySpace Homepage Facebook Wikipedia (EN) Wikipedia (DE) Suche im alohaWEBLOG
"Donavon Frankenreiter Pass It Around" suchen & kaufen bei:
Amazon - HHV - iTunes - Finetunes - Musicload


(Keine BIGUPs bisher)















Nachtrag: Hier gibt’s noch ein Interview zum Album: http://video.universal-music.de/?vid=4240&g=songwriters