Lakmann - Aus dem Schoß der Psychose

Lieblingsrapper Lakmann meldet sich heute überraschend aus seinem Badezimmer, und kündigt ein neues Album an. „Aus dem Schoß der Psychose“ wird es heißen, als Release ist das 4. Quartal 2015 angepeilt, und die dazugehörige Limited Edition Box kann man ab sofort auf eartouch.com vorbestellen. 43,99 € kostet die Box, und bringt folgendes mit:

Lakmann-ADSDP-Wallpaper

  • Das Album auf CD in der limiterten Box Edition mit 23 Tracks (Standard Edition hat 20 Tracks)
  • Die Instrumentals und Acapellas auf CD (Beats kommen als Loops damit möglichst viele Acapellas auf die Scheibe passen)
  • Das limitierte ADSDP Tshirt als Buntdruck (Größe L)
  • Lakmann Sticker und Autogramm
  • Ein Download-Code für Lakmann’s “All-In” Album

Wer den ganzen Klimbim nicht braucht, und bzw. oder das Album lieber auf Vinyl kaufen möchte, muss sich noch ein wenig gedulden. Die CD und Vinyl werden, sobald das genaue Releasedatum feststeht, ebendann bei den üblichen Verdächtigen erhältlich sein.

Alle weiteren Fragen zum Album beantwortet der Chef persönlich vom Lokus aus. Nicht.

https://www.youtube.com/watch?v=b49FKac4dHg

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Passt alles zum Lakmann wie Arsch auf Klobrille, und macht nen erwartungsgemäß sympatischen Eindruck. Mir persönlich juckt es jetzt schon in den Fingern, und ich kanns kaum erwarten den neuen Kram zu hören.

P.Hightower ft. Lakmann – Dreh die Mukke nochmal auf

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Wer Falk Schachts Schaffen aufmerksam verfolgt, wird sich vielleicht noch erinnern können, dass er irgendwann einmal von der Idee sprach, ein eigenes Label zu gründen. Als einer der Urväter und einer der wenigen, immer noch aktiven Hip-Hop Journalisten – der schon allein berufsbedingt als einer der ersten Zugang zu neuem frischen Shit hat, ist diese Idee auch gar nicht so abwegig.

CatchTheBeat_Logo1Nach einigen Nächten des „drüber schlafens“ hat er die Idee jetzt umgesetzt, und sein Label „Catch the Beat“ gegründet. Den vielleicht entscheidenden Anstoß – und gleichzeitig den Anlass zum ersten Release, gab ein Skate-Film der Streetwearmarke „TPDG Supplies Co.“ mit dem Titel „Street Jazz“. Für ebendiesen kuratierte Falk die musikalische Untermalung, die nun auf Vinyl erscheint.

Wie es dazu kam, erzählt er euch am besten selbst:

Falk Schacht

Falk Schacht / Foto: Delia Baum

Es wirkte fast beiläufig, als Ben Wessler von TPDG mir sagte, er müsse mir noch „etwas“ zeigen. Er wollte wissen, was ich von einem Kurzfilm halte; Einige Skater hatten sich für einen Monat ein Appartement in New York gemietet und nichts anderes gemacht als zu skaten. Der Titel des Films: Street Jazz – An Audiovisual Postcard From NYC.

Ich hatte keine bestimmten Vorstellungen, was mich erwarten würde, aber als ich die ersten Bilder sah war ich sofort überwältigt. Mir flogen allerlei Assoziationen durch den Kopf – alte Beastie Boys-Clips, das Zoo York-Mixtape-Video, der Filmklassiker „Kids“. Ich war sofort drin in diesem einzigartigen New York-Gefühl. Der Style, die Farben und der Look der Aufnahmen – das alles hat mich auf der Stelle komplett weggepustet. Unterstrichen wurde der Film von warmen und erdigen 90’s HipHop-Beats. Viele von ihnen waren Klassiker, es gab aber auch das eine oder andere unbekannte Instrumentalstück darunter. „Was ist mit der Musik?“, fragte ich Ben instinktiv. Er zuckte mit den Schultern. Ich hakte nach: „Warum macht ihr keinen eigenen Soundtrack zum Film?“. „Weil wir kein Musiklabel sind“, war seine logische Antwort.

In den folgenden Tagen musste ich immer wieder an den Film denken. Schon seit Monaten spielte ich mit dem Gedanken, ein eigenes Label zu starten. Ständig zeigen mir junge Produzenten und Rapper ihre Musik. Immer wieder findet man darunter echte Diamanten, die eine Plattform dringend verdient hätten. Und plötzlich ergab alles einen Sinn: Ich fragte Ben, ob er nicht Lust hätte, gemeinsam einen Soundtrack für den Film zu erarbeiten und diesen als erste Veröffentlichung über mein neues Label Catch The Beat raus zu bringen. Schnell begeisterte ich Deutschlands führende Produzenten-Riege für Street Jazz und stellte so diesen für einen Skatefilm einmaligen Soundtrack zusammen.

Falk Schacht – 2015

Und so können wir uns jetzt nicht nur an einem Skate-Kurzfilm erster Güte ergötzen, sondern auch den Soundtrack in unser Plattenregal stellen.

Um an dieser Stelle der Chronologie treu zu bleiben, hier zuerst der Film:

Street Jazz

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Was die Musik angeht, ist vor allem kovas „Do My Thang“ aus dem Outro bei mir hängen geblieben. Ein Dude übrigens, den ich bis dato noch gar nicht kannte. Gehört, gediggt – bei Bandcamp kann man viele seiner Beats in Form dreier „Name Your Price“ Alben runterladen. Tip zum Einstieg: seine „Lost Beat Crates Vol. 1“:

Aber zurück zum Soundtrack: ebendieser erscheint ausschließlich auf Vinyl, und bleibt vorerst auf 500 Stück limitiert. Mit dabei sind Beats von Busy, Dexter, Suff Daddy, Figub Brazlevic, Morlockko Plus, Brisk Fingaz, Kova und Kinski.

Tracklist

  1. Dexter – Draw
  2. Suff Daddy – Money Get Made
  3. Figub Brazlevic – Unknown Kings
  4. Dexter – Gorka
  5. Morlockko Plus – Hole In The Soul
  6. Brisk Fingaz – Whenever I’m Rollin’
  7. Busy – October Gold
  8. Kova – Scratch Regulator
  9. Kinski – Bring It On
  10. Kova – Do My Thang

Gut aussehen tut die Scheibe auch noch. Ich wüsste also nicht, was dagegen sprechen könnte, sich das Ding zuzulegen.

Street Jazz Vinyl

Bis zum Release am 24. April 2015 ist der Soundtrack exklusiv nur im Kapitalismus Jetzt Shop vorbestellbar. Danach dürftet ihr die Platte bei jedem Plattendealer finden, der was auf sich hält.

Wir freuen uns, das Ding bald in den Händen halten zu können – und natürlich auf die zukünftigen Releases, die über „Catch The Beat“ erscheinen werden. Außerdem natürlich nur das Beste für Falk und sein neues Projekt. Kauft den Shit, sagt’s weiter, supportet den Mann. Beatfetischisten müssen zusammenhalten.

Audio88 & Yassin - Normaler Samt

Was die Antilopen Gang in Sachen Musikvideo geschafft hat, haben Audio88 & Yassin mit diesem Promovideo geschafft. Nämlich in Sachen Perfektion den Vogel abgeschossen.

Selbst wenn einem – was ich durchaus nachvollziehen kann – die Musik manchmal zu anstrengend ist: rein von der Sympathie her, kann man gar nicht anders, als dieses Album zu kaufen. In der Premium-Edition versteht sich. Mit dem exklusiven Robert Winter Fotobuch – und natürlich dem limitierten Taschentuch. Du Schmützelchen! Mmmhhh..

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Buyen kann man das neue Produkt der Boys ab dem 13.03.15 bei den altbekannten Zuhältern:

► PREMIUM VINYL PAKET (Amazon): http://bit.ly/SamtPremium
► VINYL DOPPEL LP (Amazon): http://bit.ly/Samt2LP
► CD (Amazon): http://bit.ly/SamtCD
► DELUXE EDITION auf iTunes: http://bit.ly/SamtiTunes
► HHV.de: http://bit.ly/SamtHHV
► Vinyl Digital: http://bit.ly/SamtVINDIG

NORMALE TOUR 2015
Mit Breaque und Torky Tork
Dates & Tickets:
► Krasserstoff: http://bit.ly/NormaleTickets
► Eventim: http://bit.ly/NormalEventim

Twit One - The Sit-In

Unser aller Lieblingsproduzent war fleißig, und hat für den 02. April ein neues Album fertiggestellt. „The Sit-In“ soll es heißen, und insgesamt 13 Tracks mitbringen.

Tracklist

Side A

  1. Nuseance
  2. Du Trik
  3. Go Feat. May
  4. Haunted House
  5. El Snorto Feat. Ruoy Yaw
  6. Oldtimer

Side B

  1. Babylon Hills
  2. Malandragem
  3. Roy Roy
  4. The Muted Sound Of Falling Thing Feat. PB Lousion
  5. Cyclo
  6. Daftari Hili Feat. Iman Ally Salam
  7. Nunu

Als alter Bekannter ist sein „Du Trik“ vertreten, den wir hier mal als Download hatten. Schön, dass auch der hiermit seinen Weg auf eine Schallplatte findet. Alles andere dürfen wir in wohligem Erwarten auf uns zukommen lassen. Laut Pressetext soll das Album anders klingen, als man das von Twit One gewohnt ist. Wie genau man sich das vorstellen darf, lässt sich anhand des Snippets höchstens erahnen.

Twit One – The Sit-In (Snippet by Twit One)

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Für mich klingt das alles sehr vertraut, und immer noch nach Twit Ones Handschrift. Ob der Vibe derselbe bleibt, und ob „The Sit-In“ dann wirklich so anders klingt als „Urlaub in der Bredouille“ und seine vorherigen Produktionen, bleibt abzuwarten. Featuretechnisch darf man sich jedenfalls auf May, PB Lousion, Imam Ally Salam und Ruoy Yaw freuen.

Wen das jetzt schon heiss gemacht hat, dem sei gesagt dass der Pre-Sale bei MPM bereits läuft, und auch die üblichen Verdächtigen HHV und Vinyl Digital die Scheibe bereits in diversen Variationen (Tape / CD / Vinyl) zur Reservierung anbieten. Wie immer wird man bei MPM früher bedient als der Rest der Welt, denn da wird schon am 10. März versandt. Mit dabei ist dann auch ein Poster des großartigen Artworks, für das man sich bei Van Lagerstein und Robert Winter bedanken darf.

Runde Sache würde ich sagen. Ich freu mich drauf!

Luk&Fil - Lovesong

Luk&Fil haben einen Lovesong gemacht. Auf YouTube läppern sich schon die (leider zu erwartenden) „gay“ und „nohomo“ Kommentare. Deutschland ist wohl immer noch nicht ready für den shit, und erträgt zwei Männer in der Badewanne auch 2015 noch nicht. Traurig. Kommt mal klar mit eurer Einstellung und werdet erwachsen, ihr Ficker. Ich find’s geil. Props an die Jungs für den geilen Track und das mutige Video. Mehr davon!

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Das dazugehörige Album „Nepuman“ kommt am 09. März 2015 in die Läden, und kann schon auf allen möglichen Kanälen vorbestellt werden: Vinyl im Sichtexot Shop / Vinyl + Hoodie im Sichtexot Shop / Digital bei Bandcamp / HHV / Vinyl Digital / iTunes

Tuxedo - Do It

Mayer Hawthorne und Jake One sind Tuxedo. Zusammen haben sie schon das eine oder andere Mixtape rausgebracht. Jetzt haben sie ein gemeinsames Album zusammengestellt, und möchten das am 03.03.2015 über Stones Throw rausbringen.

Zur Feier des Tages verschenken sie den Flaunt Edwards Edit ihres Songs „Do It“ auf Soundcloud als Free Download.

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Das Video zur Originalsingle stammt noch aus dem November letzten Jahres, und hat mich da schon gecatcht. Warum es es trotzdem nicht früher in dieses Blog geschafft hat, bleibt mir ein Rätsel. Ich schulde das der persönlichen Lazyness, gepaart mit dem immer viel zu schnell einsetzenden vergessen. Hier also der Nachtrag:

Tuxedo – Do It

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Auf Soundcloud könnt ihr die ersten Songs bereits einem Probedurchlauf unterziehen, und eure Tanzschuhe schonmal für Anfang März polieren. Wer den Scheiss digital braucht, kann bei iTunes schon vorbestellen. Die Doppel-LP kann man bei Stones Throw reservieren, oder ab dem 03.03. bei jedem guten Plattendealer erstehen.

ALA.NI

Manchmal macht man das Mail-Postfach auf, und hat nur Mist drin liegen. Heute hab ich das Postfach geöffnet, und direkt was schönes erwischt. Darin lag nämlich dieses neue Video von ALA.NI, das wunderbar dazu geeignet ist, einen aus dem Land der Träume rauszuholen, und direkt wieder zurück zu schicken.

Vorab kurz ein paar Worte zu dem was gleich kommt: ALA.NI ist Musikerin, lebt und arbeitet in London, und war in der Vergangenheit als Begleitsängerin für Andrea Bocelli, Damon Albarn, Mary J. Blige, und einige andere tätig. Ihre Debüt-EP „You & I (Spring)“ soll die erste von insgesamt vier Platten sein, die uns 2015 von ihr erwarten werden.

Ihr Soloprojekt soll – Vivaldi-esk – über das Jahr in vier Jahreszeiten aufgeteilt erscheinen, und als roten Faden eine Liebesgeschichte erzählen. Von ihrem Anfang bis zu ihrem Ende. „Spring“ markiert dabei den Anfang dieser Geschichte, und soll passend zum Frühlingsbeginn am 23. März rauskommen.

Cherry Blossom ist die erste Single ebendieser EP, und kommt mit einem dazu passenden Video – für das ALA.NI übrigens selbst die Regie führte. Wie sie selbst sagt, fällt ihr das manchmal sogar leichter als die eigentliche Musik zu schreiben.

I will often write a video treatment for a song, before I’ve even finished writing the lyrics and melody. Having that extra platform to express my music via video has been a very freeing experience. Sometimes it’s an easier process than the music itself. More instant.

Jeder der Songs auf den vier EPs soll sein eigenes Video spendiert bekommen. Sieben davon sind schon fertig, und werden wohl Stück für Stück das Licht der Welt erblicken.

Was das akustische angeht, erwartet uns Musik, die als erstes an alte Filmmusik erinnert. Sie klingt irgendwie schwarz-weiss, und kommt nicht umsonst im alten 4:3 Format in die neumodischen Videoplayer unserer Zeit. Wüsste man es nicht besser, würde man nie auf die Idee kommen dass sowas aus dem Jahr 2015 stammt.

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Als der hoffnungslose Romantiker der ich nunmal bin, und jemand der schöne Dinge im Allgemeinen, aber alte schöne Dinge im speziellen noch viel großartiger findet, bin ich alleine aufgrund der Musik in Kombination mit dem Video jetzt schon großer Fan. Wenn sie dann im Interview mit Pigeons and Planes noch erzählt, dass ein Faible für alte Sachen hat, und ihre Musik überwiegend auf Vinyl sammelt, geht mir natürlich das Herz auf:

I love old things. I collect vintage tins. I just bought an antique tobacco tin dated from 1901. I hunt for first edition books, so preserving the past is something I do naturally. Both my Uncles are antique dealers so its in the blood I guess. Music wise, most of my music collection is vinyl, that I accumulate quite randomly from second hand shops. No one wants vinyl anymore? Shocking!

alani-boxBei dem obligatorischen Besuch auf ihrer Website fand ich in ihrem Onlineshop dann nur einen Artikel: ein schwarzes Kästchen mit ihrem Logo, in das eine Spieluhr eingebaut ist, die „Cherry Blossom“ spielt.

Ich weiss, ich bekleckere mich hier gerade nicht mit Männlichkeit. Aber wie künstlerisch kann ein Künstler sein, wenn er nicht nur seine eigene Musik macht, seine Videos dazu selbst produziert, die EP-Reihe als kleine Hommage an Vivaldi in Jahreszeiten unterteilt veröffentlicht, und als Fanartikel ein Kästchen mit Spieluhr rausbringt?

Ich muss schon sagen, gerade heutzutage, wo es zum guten Ton gehört seinen kompletten Backkatalog auf Spotify zu veröffentlichen, und Albenreleases mit werbewirksamen Facebook-Marketingkampagnen zu kombinieren, beeindruckt mich diese „altmodischkeit“.

Ich bin sogar ein bisschen froh, dass ihre EP bis dato nur auf Vinyl vorbestellbar ist, und wäre auch nicht traurig, wenn sich daran nichts ändern würde. Preislich liegt sie gerade bei reduzierten £ 6,-, schafft aber nur dank zusätzlicher Versandkosten von £ 7,50 den Weg nach Europa.

Es gibt Künstler, die geben sich mit einer „Premium Edition“ ihrer Alben Mühe. Machen ein schönes Artwork, und packen vielleicht ein Poster dazu. Aber es gibt eben auch Künstler, die geben sich noch einen Ticken mehr Mühe. Nicht um den Umsatz zu steigern und in den Charts schneller hochzuklettern, sondern aus Liebhaberei, und weil sie schöne Sachen eben mögen. Vielleicht auch, weil sie dieselbe kleine Macke haben, die die Leute haben die sowas kaufen.

Persönliches Fazit: Ich feier das alles, und bin gespannt auf die nächsten Songs. Die Spring EP kommt wiegesagt am 23. März, die Summer EP im Juni, die Autumn EP im August, und die Winter EP dann im Dezember. Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, besucht einfach mal ihre Homepage, und klickt euch von da aus auf die sozialen Profile weiter. Ich glaube da kommt was sehr schönes, mit viel Liebe zum Detail auf uns zu.

Lazy Jones

Lazy Jones hat was neues an den Start gebracht, das du dir für gerade mal einen Euro aus dem Netz lutschen kannstObscure Origin heisst die Scheibe, und geht so los, wie der Name es vermuten lässt. Das pegelt sich aber recht schnell aus, und geht ins gewohnt entspannte und melodische über.

Also lasst euch von den ersten paar Tracks nicht abschrecken, und hört das Ding zu Ende. Spätestens mit der „Kaffeeklatsche“ sollte der Groschen gefallen, und der Euro gut investiert sein.