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Pinke Frauen

März 22, 08 by alohastone

Es gibt schwarze Frauen. Nicht die aus Nigeria, ich mein das eher auf Charaktereigenschaften und Vorlieben bezogen als auf die Hautfarbe. Schwarze Frauen hören Incubus und sowas. Traurigen Weichei-Rock würde ich das nennen. Songs über Leute auf denen immer rumgehackt wird, Songs über Beziehungsstress, in extremen Fällen sehen die irgendwie dauertraurig aus und fangen an an sich rumzuschnibbeln. Schwarze Frauen müssen nicht unbedingt depressiv sein, haben aber irgendwie eine Vorliebe für trauriges, dunkle Klamotten, Gitarrenmusik, rockmäßig aussehende Typen.

Und dann gibt’s pinke Frauen. Und damit mein ich nicht die deren perfekter Tag aus Sektfrühstück, Shoppen bei H&M, einer Sonnenbank-Session, Pediküre, nem Frisörtermin, und ner RnB-Party besteht. Musiktechnisch sind pinke Frauen eher die die Reggae hören. Nicht die Dreadlock-Ökö-Birkenstock-Mädels, sondern die die “ganz normal” aussehen. Pinke Frauen haben Hibiskus-Portemonnaies in ihrer Handtasche, einen Teddybär an ihrem Schlüsselbund, hören gerne Roots Reggae und chillige Musik im Allgemeinen, und sind kleine Naschkatzen. Bei Erdbeer-Schokolade denke ich an pinke Frauen. Ben & Jerry’s Cherry Garcia is was für pinke Frauen. Ein großer Becher mit nem großen Löffel, auf den sie den halben Becherinhalt packen können um ihn dann abzuschlecken.

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Nelly - Ride Wit Me

Januar 24, 08 by alohastone

Heute vor sechs Jahren. Ein ganz normaler Tag im Leben des jugendlichen Onkel aloha. Der hat gerade Berufsschulblock, folglich schon am frühen Nachmittag Feierabend. Genauso wie sein bester Homie. Draußen ballert die Sonne, “ein Sommer wie er früher einmal war”. Irgendwann gegen 16 Uhr ist Treffen angesagt, mein Alter holt mich ab. Rein in den Fiesta aka Turbowanne, Fenster runter, und mit ordentlich Gas ab auf den Feldweg: Erstmal Tüte bauen und ordentlich einen durchziehen. Den “Stress” des Vormittags vergessen und in gewohnter Dichtheit das gute Wetter genießen.

Als das gute Stück tot und das Bewusstsein dank der holländischen Qualitätsware erweitert ist, wird der Hackisack rausgeholt und ne Runde gezockt. Sobald der Schweiß fließt geht’s ab an die Tanke um ‘ne zwei Liter Packung von dem guten Pfanner Eistee und was leckeres für den Fresskick zu besorgen. Dann wieder ab in die Karre und frisch gestärkt ne Runde über die Landstraßen heizen. Zwei dichte Cowboys auf ihrem Weg Richtung Sonnenuntergang - mit dickem Grinsen im Gesicht während sie sich von den Bässen aus dem Subwoofer den Rücken massieren lassen. Und was läuft im Subwoofer? Riiiichtiiiich, Ride Wit Me natürlich!


YouTube Direkt-Roadtrip

Und so kommt es, dass ich mich, wenn ich mir Scrubs angucke, und die da den Song spielen, sofort sechs Jahre zurück versetzt fühle, und wieder mal zu dem Ergebnis komme dass Musik was subjektives ist und für sich genommen überhaupt keinen Wert hat. Erst duch persönliche Erfahrungen & Gefühle die man damit verbindet erhält sie einen Wert - der sich in Zahlen nicht messen lässt. Und genau deswegen muss ich immer kotzen wenn ich Sätze wie diesen höre:

“Weil eine Festplatte immer das Gleiche wiegt - egal ob 100, 1.000 oder 10.000 Musikdateien darauf gespeichert sind -, geht schleichend das Gefühl für den Wert von Musik verloren”

Quelle: Golem.de damals via Nerdcore

Schlitter Quietsch

Januar 10, 08 by alohastone

Morgen Deutschland!

Ich melde mich hier aus der aloha spirit Sendezentrale AKA mein Kabüff im Kaff um ihnen aus erster Hand zu berichten was sich vor einer halben Stunde an einer Kreuzung irgendwo im Nirgendwo ereignete:

Der Sieger aller Klassen AKA meine Wenigkeit hatte gerade Feierabend, und regte sich darüber auf dass seine Windschutzscheibe seit der letzten Kippe vor einer Stunde zugefroren war, und er nun vor dem Powerstart noch Eis kratzen musste. Nach einer kurzen Kratzeinlage und einem Tankstopp an Säule drei, für den er bereits im Voraus bei der Sonne gezahlt hatte (”hier issen Fuffi, gibse mir Zwanni wieder bitte?” - kurze Redepause. Leicht verwirrter Gesichtsausdruck von der Sonne. “Ich wollte noch eben tanken.” sag ich. “Ach so, ich dachte wär Trinkgeld.” sagt sie. Und lacht. Ich auch. Sage “man muss es ja nich übertreiben ne?”, denke aber: “sehr lustig Schätzelein. Für 30 Euro ‘TRINK-Geld’ müssen andere Frauen einiges schlucken”. Und deswegen lach ich nochmal. Lautlos.), startet er durch.

Kreuzung links, 500m geradeaus, wieder rechts, Vorfahrt achten nicht so ernst genommen, beinah nem Audi reingeknallt, dann aber doch “gnädig” gewesen und den Audi passieren lassen. Nochmal nen Kilometer Landstraße mit guten 100 - bergauf. Das is mit nem 40PS-Corsa schon ne Leistung.

Dann wieder linksrum. Der verpisste Gegenverkehr kriecht als säß nen Oppa mit Hut in der Karre. Frustration macht sich breit. Aggression nahezu. Kommt ja im Straßenverkehr schlecht wie wir bereits wissen. Die Aggressionen gleicht unser Hauptakteur durch einen ordentlichen Proletenstart mit durchdrehenden Reifen aus. Danach lange Linkskurve bergab. Dann 20m geradeaus (immer noch bergab), und dann sollte es eigentlich wieder rechts gehen. Das schöne an dieser Kreuzung ist die Tatsache dass man, wenn man sich links einordnet, sogar mit dem Pisselscorsa geschmeidig im dritten Gang um die Ecke kommt, und bei der ganzen Aktion nicht wirklich viel Zeit verliert.

Das dumme am heutigen Tag war die Tatsache dass el Prollo AKA alohastone schon von oben sehen konnte dass links der Kreuzung zwei Autos mit eingeschalteter Warnblinkanlage standen. “Scheisse die B****, so früh am Morgen schon” dachte er. “Und ich bin noch nichmal angeschnallt”. “Besser ma langsamer als sonst”.

Kurz vor der Kreuzung trat meine Wenigkeit dann auf die Bremse, und bekam einen kleinen Adrenalinschub: Die Reifen blockierten. Der Wagen rutschte. Bergab. Unverändert mit 30. Erschreckend schnell auf die Fahrbahnbegrenzer zu. Onkel aloha reagiert. Geht von der Bremse. Steigt wieder drauf. Wieder blockieren die Reifen. Er geht wieder runter, schlägt das Lenkrad ein, geht wieder drauf. Die Reifen blockieren nochmal kurz, dann kriegt er plötzlich wieder Grip, gibt Gas, und schlängelt sich galant um die Kurve, ohne dabei in den Gegenverkehr zu geraten.

“Jetzt weiss ich auch warum die Nasen hier mit Warnblinkanlage stehen” denkt er. “Das waren nich die Cops, die zwei Spassalacken da sind einfach ineinander gekracht weil’s glatt war (und sie nicht wissen wie man richtig Auto fährt, Anm. d. Red.).”

I-D-I-O-T-E-N denkt er. Habta euch meine Aktion gerade gut angeguckt? *schlitter*quietsch*zisch*ratz*wrumm* und ab. SO wird’s gemacht! Vonwegen “aah ich hab die Kontrolle verloren, ich bleib stur auf der Bremse und krach dem Arsch da erstmal in die Karre”. Ne Junge, da wird erstmal ganz geschmeidig ne schumilettenmäßige Schlitteraktion auf’s Parkett Eis gelegt, und dann bleibt die Karre auch heil! “AlohaSpirit On Ice” nennt sich das dann, und am Anfang der Sendung kommt der Hinweis “Alle hier gezeigten Stunts wurden von Profis durchgeführt, also probier den Scheiss bloß nicht zu Hause aus. Du Amateur!”

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Und damit zurück zu Lück.

Danke, Anke. Hier die Wettervorhersage für Donnerstag, den 10. Januar 2008: In vielen Regionen Schlands ist mit Blitzeis und Glätte zu rechnen. Wenn sie also zu den Stammlesern des aloha WEBLOGs gehören, und heute mit dem Auto zur Arbeit fahren: seien sie vorsichtig! Treten sie das Gaspedal ausnahmsweise mal nicht bis zum Bodenblech durch, und achten sie speziell an viel befahrenen Kreuzungen und beidseitig zugeparkten Straßen auf teure Autos. Denn auch wenn der Audi oder Mercedes die bessere Knautschzone hat: in einen Fiat Panda zu crashen kommt sie am Ende günstiger.

In diesem Sinne passen sie auf sich auf, bleiben sie auch weiterhin unserer evolutionären Sendung treu, und klettern sie nicht aus Übermut wieder auf die Bäume.

Hunde & Katzen

Dezember 18, 07 by alohastone

Was man aus einer Runde mit dem Hund begleitet von gutem Gedudel auf den Ohren nicht alles lernen kann:

Mein Köter sieht im Vorgarten ne Katze sitzen, überlegt kurz (eigentlich isser nicht der typische Katzenhasser), und kläfft sie dann doch an. Die Katze sitzt unbeeindruckt da und lässt sich davon gar nicht irritieren.

Da denk ich mir: Hunde sind wie Männer. Wir sind nen bisschen blöd und stupide. Gib uns zu futtern, nen warmes und weiches Hundekörbchen, und möglichst viel Liebe, dann sind wir schon zufrieden. Wenn wir dir einmal unser Vertrauen geschenkt haben stehen wir zu dir, egal was kommt. Du kannst uns auf den Schwanz treten, wir werden kurz heulen und nicht checken was los ist, aber nur kurze Zeit später hüpfen wir wieder zu dir auf die Couch, vergessen die Sache, und lassen uns streicheln. Wir mögen ein bisschen treudoof sein, aber so simpel wir auch gestrickt sein mögen, in der Tiefe unseres Herzens sind wir gute, liebevolle Wesen - auch wenn unser Instinkt, den wir so gut es geht versuchen zu unterdrücken, uns manchmal dazu bringt an fremden Ärschen zu schnüffeln. Das ändert aber nichts an der Tatsache dass wir wissen wer unser Herrchen und damit der Boss ist.

Frauen sind da anders. Frauen sind wie Katzen. Frauen sitzen unbeeindruckt und selbstzufrieden im Vorgarten und lassen sich von unserem Gekläffe nicht beeindrucken. Sie wissen was das Gekläffe zu bedeuten hat, aber sie werden nur drauf eingehen wenn sie sich danach fühlen. Und wenn sie die Schnauze voll haben flitzt die Muschi über Dächer, Bäume, und Regenrinnen, über Wege die du selbst vorher nie für möglich gehalten hättest, und lässt dich mit deinem treudoofen Hundeblick im Rinnstein sitzen. “Bin ich so blöd oder ist die so schlau?” denkst du dann. Aber mehr lernst du aus der Geschichte nicht. Nachdem du den ersten Schock überstanden hast willst du eigentlich nur wieder jemanden finden der dich streichelt und mit dir auf der Couch kuschelt.

Und so bandelst du mit der nächsten Muschi an, reisst dir fast nen Bein aus und willst sie dazu bringen sich für deine Kunststückchen zu interessieren. Denn Katzen kann man nicht einfach ohne Vorwarnung streicheln. Wer das versucht wird danach tagelang seine Wunden lecken und versuchen die Kratzer aus dem Gesicht zu kriegen.
Katzen muss man sich langsam nähern. Katzen muss man mit viel Zeit und Arbeit zeigen dass man ihnen nur Gutes will. Und man muss abwarten…

- SCHNITT -

Telefon klingelt. Mein Alter ist dran und will wissen wie er aus dem Google Maps Screenshot, den er für sein Referat gemacht hat, den ganzen Desktop-Krempel (Startleiste, Browser, etc.) rausschneiden kann. Ich erklär’s ihm, sag dann “Alter, wenn ich jetzt statt bloggen an nem Buch schreiben würde, müssteste mir jetzt Konventionalstrafe zahlen weil du meine kreative Phase versaut hast”.

“Wenn du einmal draus bist, kannste auch gleich zur Tanke fahren und das übliche Kippen + RedBull Package kaufen” denk ich mir. Gesagt getan. iPod hab ich ja eh noch drin stecken. Will in die Hauptstraße einbiegen, fährt an mir nen gelber Corsa vorbei. Drin sitzt ein blonder Engel. “Whooozaaa!”. Hinterher!

An der roten Ampel steht sie vor mir. Guckt durch den Rückspiegel. Mustert mich auffällig lange obwohl ich ihr durch ihren Rückspiegel direkt in die Augen gucke. Kein “oh der guckt zurück, schnell wieder weggucken”. Schöne Augen hat sie. Die Wimpern schön lang und schwarz, die blonden gelockten Haare hinten hochgesteckt. “Schöne Katze” denk ich und stell mir vor wie die Augen aussehen wenn sie geil wird.

Rübba übba die Ampel, Blinker rechts zur Tanke. Sie macht ihren auch an. “Mmmmh” denk ich, “was ein Zufall!“.

Auto parken, rein in den Schuppen, RedBull eingepackt, zur Theke, “Erster!”. Aber kein Tankwart da. Bin der letzte der da nervöse Zuckungen kriegt, also geschmeidig warten. Geht die Schiebetür auf, stellt sich jemand hinter mich. 20 Sekunden vergehen, immer noch kein Tankwart in Sicht. Kommt die Person hinter mir neben mich um mich anzuquatschen. Noch ne Katze Alter! Und ne schöne noch dazu! Dunkle Haare und ne süße Mütze (so eine mit Ohrenwärmer-Lappen und Bömmel obendrauf) an. “Rrrr” denk ich, “haben die heute Ausflug?”. Sie fragt mich “Gibt’s hier keine Klingel? Ist doch Scheisse!”

“Wieso” sag ich, “haste’s eilig? Auch Tankwarte müssen mal pinkeln, da ändert auch ne Klingel nichts dran.” “Haste Recht” sagt sie und macht den Eindruck als wär sie jetzt nicht mehr so gestresst. In dem Moment kommt die blonde Katze rein und begrüßt die dunkelhaarige Katze mit einem “Hallo!” das erahnen lässt dass sie sich kennen. “Guck mal an” denk ich, “im Club der schönen Muschis kennt man sich untereinander”.

Im “Privat-Bereich” der Tanke geht ‘ne Tür geht auf. Der Tankwart kommt raus, grinst erleichtert. War also wirklich sicken. Hinter mir kichert was. Er sieht die Schlange, sagt “Oh”, und hüpft in dem ich weiss ich muss mich beeilen und deute das mal durch den Jogger-Gang an, bin aber damit auch nicht schneller als wenn ich normal gehen würde -Schritt zur Theke. Scannt meinen Bull, Kippen noch dabei, ich greif in meine Gesäßtasche und hol ein Bündel gefaltete Scheine raus, den Fuffi außen (bei Donnie Brasco gelernt), blätter drin rum, geb ihm den Zwanni, und freu mich dass die Sache mit Auf-Dicke-Hose-Machen diesmal besser klappt als letztes Mal beim Optiker. Ich sag “Danke dir”, geh an den schönen Muschis vorbei, iPod wieder rein, ins Auto, RedBull aufmachen, und beide Katzen nochmal genau mustern als sie vor meiner Karre vorbeilaufen. Die schwarzhaarige setzt ihre Sonnenbrille auf, sieht damit noch besser aus als sowieso schon, und steigt in ihren blau-weissen Mini Cooper.
Die Blonde hat ne bench-Jacke und ne schwarze, enganliegende Hose an, und grinst mich nochmal an. “I love women” denk ich. “You know why? Cuz they love me back!”. Ich fahr los und mein iPod switcht auf’s nächste Lied: Method Man mit “Tease” - Zufall? Glaub ich nicht!

Eine Viertelstunde meines Lebens, mit ganz vielen Kleinigkeiten, die auf mich den Eindruck machen, als würde wiedermal alles zusammen passen und es irgendjemand gut mit mir meinen. Für den Rest des Tages hab ich gute Laune. Und warum? Nur weil mein Alter mich in meiner kreativen Phase interruptet und mir damit das richtige Timing für eine Muschi-Schau sondergleichen beschert hat. Danke Alter!

Die Geschichte mit den Katzen und den Hunden brechen wir an der Stelle mal ab, denn mehr Happy End würde dabei auch nicht rumkommen. Fazitär kann man sagen dass ich nach 24 einhalb Jahren eingesehen hab dass Katzen schlauer und schöner sind als Hunde, und Hunde auch glücklich sein können wenn sie das als unumstößlichen Fakt akzeptieren, und sich einfach nur an der Zeit, die sie in Einklang mit den Katzen verbringen können, erfreuen. Das schönste Gefühl auf dieser Welt sind die bewusst erlebten positiven Vibes zwischen uns und den Katzen. Und egal wie oft uns eine von ihnen das Herz zerreißt, wir dürfen nicht müde werden weiterzumachen und nach der Einen, der Richtigen zu suchen, um unser Leben mit ihr zu teilen und gemeinsam neues zu erschaffen.

“What can I say? I am a romantic and I enjoy the sentimental tunes.”
- George Carlin


YouTube Direkt-SlowDown

Ganjatime

Dezember 14, 07 by alohastone

Eben bei der Pizzeria: Vor mir zwei Mütter mit ihren Kindern, so wie ich das mitbekommen hab war wohl Weihnachtsfeier von der Grundschule oder so. Jedenfalls, die zwei Muttis am schnattern dass einem schwindelig wird. Blapp blapp blapp blapp nag nag nag nigge nigge nack nack. Dann sind die Pizzen fertig. Der Pizzabäckergehilfe zu den Muddis:

“Kommt da Marihuana mit drauf?”
Die ältere Mutti unterbricht ihr Geschnatter: “Ja, und schneiden bitte.”

Der Pizzabäckergehilfe grinst sich einen ab. Der Pizzabäcker (= Inhaber) auch. Ich ebenfalls. Wir verkneifen uns schallendes Gelächter. Die Muddis sehen das, raffen’s aber immer noch nicht. Der Pizzabäckergehilfe legt nach:

“Oregano meinte ich natürlich.”
Die Muddi: “Jaja, und schneiden bitte.”

Immer noch nix angekommen. Fazit: Italiener, im speziellen Pizzabäckergehilfen sind cool, genau so cool wie Holländer. Und: Bei manchen Muddis is jede Hoffnung verloren. Oder wie George Carlin sagt: “some people seem to have kind of a neutral zone around their heads. bssssss bsssss.”

Meine Schaise

Dezember 14, 07 by alohastone

Köstlich Alter, köstlich. Hamma wieder nen Schbass gehabt heude, dafür kommen andere in die Klapse.

Es fing damit an dass mein Alter mich anrief, und auf Knien bettelte dass ich heute (gestern) seine Nachtschicht übernehme. Hadde ich eigentlich überhaupt keine Bögge drauf. Der Umzug gestern hat dann doch ziemlich geschlaucht, und ordentlich Muskelkater mit sich gebracht. Den hadde mein Alter natürlich auch, aber der muss heute noch die alte Wohnung streichen, in die Uni, und was-weiss-ich noch alles erledigen. Der gehört halt zu den Leuten die erstens nen Terminplaner haben (müssen) und den zweitens nach Uhrzeiten organisieren. Ich bin eher einer von denen die sowas wie Kalender und Terminplaner weder besitzen noch nutzen. Wenn ich Termine hab krickel ich den Kram auffen Zettel, und da steht dann höchstens “Samstag 20.00 Uhr Alter in GV abholen”. Ein Zettel. Ein Tag. Ein Termin. Mehr pack ich in einen Tag meistens nicht rein. “Stress macht Krebs”, hat meine alte Englischlehrerin immer gesagt. Und die musste es wissen, die hatte Krebs.

Aber ich schweife ab. Mein Alder hat mir seine Schicht auf’s Auge gedrückt Ich hab mich bereit erklärt die Schicht von meim Alder zu übernehmen, trotz Muskelkater. Also fresh machen und ab dafür. Kaum angekommen merk ich dass ich dicke ne halbe Stunde zu früh bin. “Fängt ja super an” denk ich mir. Aber wenigstens haste schon vor Arbeitsbeginn nen Kollegen glücklich gemacht. Gute Tat, Pfadfinder, usw.

Die ersten zwei Stunden waren dann ziemlich standard, kbV (keine besonderen Vorkommnisse). Und dann kommt nen Holländer rein. Holländer mag ich. Nicht auf der Autobahn, und vor allem nicht mit Wohnmobil, aber prinzipiell immer gern genommen. Und das nicht nur weil die Sonne holländische Roots hat ;)

Kommt also rein, drei Büchsen Bier Leergut zurück, zwei neue (jaja, LKW-Fahrer *hust*). Und dann direkt der Blick auf unsere “Ring-Lights”. So Plastikdinger mit nem Klettverschluss, die man sich über den Finger ziehen kann, und die dann leuchten. Völlig nutzlos eigentlich. “Für Party, Disko, etc.” steht drauf. 1,95 € kostet so’n Ding. Aber in’s Auge fallen tun sie jedem, weil die Pappbox in der die Dinger liegen blinkt dass einem schwindelig wird. “Boah, morgens früh schon diese Blinkerei, da wird einem ja schlecht” ist der häufigste Spruch den ich zu hören krieg. “Was meinste wie mir das auf den Sack geht wenn ich hier acht Stunden steh’” erwider ich dann meistens.

Aber nicht so der Holländer. Bei denen is Kiffen legal, die sind gut drauf. “Cool, Blinklichter für’n Finger! Is gut wenn du in da Disko bist ne? Kannste’s Loch besser finden!”

Ahahaha. Das Loch besser finden! Sch brech ab Alla. Diese Holländer.

Gut gelacht und weiter gemacht. Die nächsten Stunden vergehen wieder kbV-mäßig. Nen alter Trucker der sich nachts um zwei noch zwei Kaffee reinzieht und mich auf Stammtisch-Niveau mit Kritik an unserer Politik vollmüllt, aber sonst das Übliche. Der nächste Brüller kommt erst gegen Feierabend. Schicht übergeben, Kohle gezählt, nochmal schnell sicken. Dann wollt ich mir noch die Nase putzen. Taschentücher hatt ich keine, die Papiertücher auf Tankstellenklos fühlen sich eher an wie Schmirgelpapier (man kennt das ja), also Klopapier genommen. Roll ich die Rolle ab, sind da rosa Rosen auf dem Klopapier. Rosa Rosen! “Alter” denk ich mir, “sich mit stinknormalem weissem Klopapier den Arsch ab zu wischen is auch ganz schön arm wa? Man sagt zwar ‘der muss sich zum Kacken auch hinsetzen’, aber wer den Spruch bringt vergisst eigentlich dass ‘die Besseren’ sich den Arsch danach mit Rosen-Klopapier abwischen. Am besten noch parfümiert. Parfümiertes Supersoft-Klopapier mit Rosenduft. “Your roses smell like poo poo poo” - Outkast haben Recht!

Den nächsten Knaller bringt die Sonne. Auffem Schreibtisch liegt nen Test aus der Berufsschule. 1- steht da drauf. “Wow, haste ne Eins Minus geschrieben?” - “Ja. Ich schreib eigentlich nur Einsen.” sacht sie. “Aber normalerweise krieg ich das Minus noch weg.” - “Wow” sag ich. “Eins plus mit Sternchen wa?” - *lacht* “Ja, so ungefähr.”

Und dann mischt sich mein krankes Hirn wieder ein und kramt Olli Banjo aus der Erinnerung. Black Boys:

Sie war ein nettes Mädchen, sie hatte nette Sachen,
sie hatte Ausstrahlung, Charisma und fette Backen.
Sie hatte einen deutschen Schäferhund, war gut in Mathe,
sie war Papa’s Liebling und die beste in der Schulklasse.
Sie fand mich gut und lud’ mich ein bei ihr zum Kuchen fassen,
wir saßen auf’m Bett, sie sagte: „Du darfst die Brust anfassen“.
Ich war jung und schüchtern,
sie sagte: „Zieh dich aus“
und scheuchte mich durch den Raum mit Kommandos wie ein Hundezüchter.
Sie wollte es härter kriegen,
Schulmädchen und Lehrer spielen,
also zeig’ ich ihr meine afrikanische Nähmaschine.
Wir waren am fummeln, splitternakig, bis auf die Socken,
ich sagte noch: „Bist du dir sicher, hast du abgeschlossen“.
In dem Moment als ich die Wurst am einführen war’,
stand plötzlich ein 3 Meter großer Riese im Türrahmen.
Seine weiße Kapuze sah’ ich nur verschwommen,
ich sagte: „Ist denn schon Karnevalsaison.

[Chorus 2x]
Oliver, Du weist doch ich mag Dich sehr,
es tut mir leid, mein Vater ist Gärtner beim Ku-Klucks-Klan

Junge. Ist doch toll wen man sich über seine eigene Verballerung amüsieren kann.

Und dann räum ich meinen Kram noch weg, hör im Hintergrund noch meine Mucke laufen. Curtis Mayfield singt “I’m your Pusherman“, und ich find’s herrlich wenn sowas morgens um sechs den Lemmingen entgegen schallt. Als ich dann alles weggeräumt hab läuft auf einmal Seeed. “Ah, Schätzelein hat sich Reggae angemacht”. Ungünstigerweise will ich abhauen als der Track grad bei der Hälfte is. “Willste mir jetzt die Mucke klauen :( Da hab ich mir grad nen Lied ausgesucht.” - “Jaa” sag ich, “wenn du die Verantwortung für das Ding übernimmst lass ich ihn da.” aber das will sie nicht. Der passende Spruch fällt mir dann erst ein als ich im Auto sitze:

“Baby, wir könn ja mal’n Date ausmachen. Dann bring ich für dich den iPod mit, und dann kannste von mir aus den ganzen Abend Lieder aussuchen.”

An der Schlagfertigkeit müssen wir noch arbeiten. Aber ansonsten halte ich’s mit Moses Pelham: “und gegen meine Scheisse ist eure Scheisse so scheisse dass ihr Scheisser scheissen gehen könnt”. Auf rosa Rosenklopapier.

Optiks beim Optiker

Dezember 04, 07 by alohastone

Achtung! Dieser Post enthält u.a. nicht jugendfreie, sexuelle Ausdünstungen meines kranken Hirns sowie menschenverachtende Ansichten, vulgäre Diffamierung körperlich benachteiligter Frauen, und gesellschaftskritische Standpunkte. Außerdem findet sich in diesem Beitrag nicht gewollte Schleichwerbung für Footlocker, Kaufhof, iPods, weisse Sneaker, Hosenanzüge, Selters, Inka-Panflötenspieler und Spendenorganisationen.
Lesen auf eigene Gefahr!

Kurz zur Vorgeschichte: Die Tage hab ich meine Brille geschrottet. Mal wieder. Passiert mir irgendwie immer im Abstand von ein - zwei Jahren. Mitte durch. Bin dann zum Optiker, Sehtest gemacht, Brille war eh schon nen paar Jahre alt, könnte mal wieder ne neue her. Ne passende Brille zu finden war dann ne richtige Odyssey, den halben Laden anprobiert. Die einzige die einigermaßen aussah war nur in grün da, also blau und braun noch bestellt, “is aber erst nächste Woche hier, und dann dauert’s nochmal zwei Wochen bis die fertige Brille hier is”. Gut, ich muss aber was sehen beim Autofahren, und mit dem geflickten Schrottding hier seh ich aus wie Steve Urkle, damit lauf ich sicher nicht noch zwei Wochen rum. “Nehmen se Kontaktlinsen, die sind in zwei Tagen hier”. Gesagt getan. Seitdem lauf ich mit Kontaktlinsen rum und seh aus wie’n “gepopptes Eichhörnchen”, wie mein Vadder immer so treffend gesagt hat wenn ich mit vom kiffen glasigen Augen nach Hause kam.

Heute kam dann die Postkarte an mit der Nachricht dass meine bestellten Fassungen da sind. Also ab dafür denk ich mir. And this is where the story begins:

16.00 Uhr ist erstmal ne extrem beschissene Zeit um nen Trip in die Stadt zu starten. Das wurde mir schon nach den ersten 5 Minuten klar: im Dorf schnell noch was innen Briefkasten geworfen. Komm ich aus der Einbahnstraße raus, will links abbiegen, ist natürlich die komplette rechte Fahrspur zugeparkt und der Bus, der gerade ankommt, muss zur Passagierbeladung die andere Hälfte der Straße blockieren. Dahinter reihen sich fünf Autos ein, bis ich also mal durchstarten kann is der Track zu Ende. “Fuck it” denk ich mir, kein Bock auf die Trullas hier zu warten. Fährste halt rechtsrum. Is zwar Umweg und dauert im Endeffekt länger als die normale Strecke inklusive Warten, aber wenigstens biste unterwegs. Kannst rollen lassen. Keine Frustrationsschübe. Also reyds-öröm, wie wir hier sagen.

Schöööne Sache, Straße is frei. Gleich mal Frust ablassen und im dritten durchziehen den Schrotthaufen. Ja, da kommt Freude auf. Zumindest bis zu dem Moment an dem man sich nach links dreht, die geile Sau auscheckt, und auf einmal durch einen übergrellen, alles erleuchtenden, roten Blitz aus seinen schönsten Träumen gerissen wird. “FUUUUCK” denk ich. “Polente wieder, diese W****. Wie schnell simma denn? Knapp über sechzich. Meine Fresse, kost wieder nen Zwanni der Scheiss hier. Stellen sich auch wieder kurz vor’s Ortsausgangsschild die Nasen. Stadt braucht wieder Kohle, versteh schon. Da fällt mir auf: ich bin garnich angeschnallt. Saaauuuubere Sache aloha. Wenn schon reinrasseln, dann aber auch richtich, ne? Kannste locker nochma 40 Ocken drauf rechnen. Fängt ja geil an der Trip!
Und alles nur weil de keinen Bock auf die Schnecken hinter dem Bus hattest. Suuper Abkürzung Junge, hat sich ja gelohnt! Innerliches Kopf schütteln, dann zweimal links abbiegen, wollte ja noch an der Tanke vorbei (die ich jetzt mit 2km Umweg umfahren hab). 500m vor der Tanke gesellt sich der nächste Frustfaktor dazu: Autoschlange. Berufsverkehr. YES!

Also nochmal WARTEN. Hab ja sonst nix zu tun. Im Stop-And-Go gehts vorwärts. Olli Banjo singt was von Baseballschlägern. Passt ja. Ich denk aber an “Deutschland, Deutschland, hebt eure Arme”. Zu viele Menschen. Zu viele Autos. Zu viele Menschen mit Autos. Zu viele dumme Menschen mit Autos. “Gefühle haben im Straßenverkehr nix zu suchen” hat mein Fahrlehrer immer gesacht. “Wenn de Stress mit deiner Alten hast, setz dich nich hinter’s Steuer”. Super Tip. Problem an der Sache is nur dass die meisten “Gefühle” erst durch die Teilnahme am Straßenverkehr entstehen. Wie George Carlin sagt: “There’s a lot of shit you have to put up with when you’re driving. Like… red lights! When did this SHIT start? Drive a while, rest a while? I tried it, for like two months. Didn’t like it. Fuck it. I’m gone. I don’t stop at red lights anymore.”

Der Brainstorm rettet mich über die Wartezeit. Tanke. RedBull, Kippen, Bounty, Kaugummi. Danke. Weiter. Den ganzen Weg wieder zurück. Diesmal mit 100 an der Autoschlange vorbei gerast. Die ist mittlerweile nochmal gut 100m länger geworden. Erinnert mich an die Ansage von nem anderen Comedian Jeff Dunham zum Thema Verkehrsmeldungen (@5:00 Minuten): “I hate traffic reports. They’re a waist of time. For example: ‘Hey Jay there’s a lot of traffic out there, what’s going on?’ Me: ‘IT’S 8:00am IN THE MORNING! EVERYONE LEFT THEIR HOUSE AT THE SAME DANG TIME! BACK TO YOU!’ Other: ‘Alright at 5:30pm I’ll say the same thing. Exept guess what? They’re going the other way!”

Und ich such mir natürlich genau die Rush-Hour für meine Tour aus, war ja klar. Anyways, back to our story.

Ich gurk also weiter Richtung Innenstadt, muss an diversen roten Ampeln warten, hab aber zum Glück keine alten Opas mit Hut oder Mütter mit Kindern vor mir. Geht alles recht zügig. Bis ich dann wirklich in der Stadt angekommen bin. Zone 30. Auf der Hauptstraße. Neuerdings, wegen der Geschäfte links und rechts. Ich halte mich auch artig dran, ein Knöllchen am Tag reicht vollkommen. Auf einmal, hinter mir, wieder die grünen Männchen. “Ou Mann Alter, kann doch nich wahr sein heute. Ham die Betriebsausflug oder was?”. Lassen mich aber in Ruhe und biegen rechts ab. Will ich auch gemeint haben Jungs.

Nach ner halben Stunde Parkplatzsuche bleibt mir wieder nur das Parkhaus übrig. “Musste zwar länger laufen, steht die Karre aber wenigstens sicher und du musst nich soviel rumrangieren” denk ich mir. Gesagt getan. Rein, hoch (8. Etage! Ich sach ja, Rush-Hour!), parken, abschließen, iPod auf’s Ohr, Richtung Treppenhaus. Kommt mir nen Typ mit drei Tragetaschen entgegen, Marke Versicherungsangestellter der nach der Arbeit noch die Einkäufe macht. Weil ich so’n netter bin halt ich ihm die Tür auf, is ja auch nich einfach so schwer bepackt. Nen “Danke” kriegt er aber nicht raus. Wozu auch? Wir sind ja hier in Deutschland. Außerdem is Winter, da MUSS man ja scheisse drauf sein. Und mit Freundlichkeit sind wir Kartoffeln ja eh nicht gesegnet worden.

Unten angekommen dann die nächste Schlange am Ticketautomaten. “Meeeine Fresse” denk ich mir, “gibt’s hier was umsonst?”. Aber noch müssen wa ja nich bezahlen, also Mütze auf, Kapuze auf, und weider. Frei nach Clueso:

Ich und der Puls dieser Zeit wir bleiben im Flow
Das überschauliche Feeling gibt meiner Kleinstadt Niveau
So vieles mitzubekommen erleichtert mir so Raps zu schreiben
Damit ihr vor Begeisterung tobt
Ich weiß schon wieso ich raus geh in der Rolle die mir einfällt
Zufriedenheit liegt im entscheiden, wer ich sein will
Auf meinem Feld bis mein Focus sich einstellt
Klimpert in meinen Taschen gute Laune wie Kleingeld
Ich seh Ladys wie Joints gut gebaut
Im Takt schiebt sich mein Schuh durchs Laub
Durch den Park wie bergab lauf ich Stufen rauf
Steh am Bahnhof hör die Stimme aus ihrem Zug heraus
Ich bin so weit gleich beginnt für mich die Zeit zu genießen
In diesem Sinne bin ich für mich bereit
Bemalte Züge zu sehen auf übersichtlicher Weise
Wie’n tighter Gitarrist auf der richtigen Seite

Kurz vorm Kaufhof sitzt der erste Penner. Ich fummel in den Taschen, hab aber im Gegensatz zur guten Laune kein Kleingeld drin. Schade, gibts heute nix Meister. Am Kaufhof angekommen kommt nen langhaariger Student mit Balituch auf mich zu, reicht mir die Hand. “Watt, wer bis du denn?” denk ich. Ohrenstöpsel raus. “Hi, ich bin der (Namen vergessen), und du?” - “Carsten” - “Freut mich”. Und dann labert er mich voll von armen hungernden Kindern in Afrika. Im Hintergrund seh ich den Infostand mit lachenden schwarzen Mädchen drauf. Will Kohle haben der Typ. 6 EUR spendet er monatlich, erzählt er mir. Und das obwohl er Student ist. “Gute Sache” sag ich. “Willste nich auch?” meint er. “Wieso nich” sag ich. “Ich geb euch gerne was, aber nich monatlich mit Bankeinzug und so ‘ner Scheisse, Daueraufträge für Handy, Fitnessstudio und Co. haben mir schonmal das Genick gebrochen.” - “Ja nee, das Genick wollen wir dir ja nich brechen. Das wird einmal im Jahr abgebucht.” - “Sind dann 72 Euro auf einen Schlag” sag ich. “Und ich bin ne arme Socke.” - “Ich doch auch” meint er. “Es sind doch meistens wir armen Schweine die bereit sind was für nen guten Zweck abzugeben” sachta. “Da haste leider Recht” mein ich. “Und das is ne Riesenschweinerei wie ich finde. Die Bonzen bunkern ihre Kohle, der Bahnvorstand erhöht sich mal eben die Gehälter um 300%, lehnt aber die Forderungen der Lokführer ab. Der Staat kriecht den Konzernen in den Arsch, die Steuern für die upper-class werden immer weniger. Aber ansprechen tuste mich, den Typ mit der durchlöcherten Baggy und den dreckigen weissen Sneakers, weil ich wenigstens anhalte und dir zuhöre. Die Typen in den Anzügen winken doch gleich ab, möcht ich wetten.” - “Ja, ist leider so. Also wie sieht’s aus?” - “Wiegesagt, ich geb euch gerne mal ne Spende, aber von monatlichem Zeuch, Bankeinzug und so’n Kram, da lass ich die Finger.” - “Du kannst es ja kündigen wenn de knapp bist.” - “Das is mir schon klar, aber ich bin halt ‘n Verpeiler, bei mir dauert das immer ewig bis ich in die Pötte komm und sowas storniere, ich kenn mich. Lass mal gut sein. Ich find das cool dass ihr das hier macht, und ich wünsch euch dass ihr ordentlich was zusammenkriegt, aber bei Daueraufträgen und Bankeinzügen muss ich passen.” - “Okay, dann danke trotzdem und dir noch nen schönen Abend”. - “Dir auch”.

Ich lass den Schweizer Student und seinen Kollegen mit den Dreadlocks stehen, stöpsel die Köpfhörer wieder rein, und denk noch ne Weile drüber nach. Mal was spenden, das wär eigentlich ne Aktion. Nix mit Dauerauftrag, einfach einmal was abdrücken und gut. Nächstes Jahr mal wieder. Der November war teuer genuch, und der Dezember wird nochmal teuer. Aber danach, wenn wieder ‘n bisschen Spiel is in der Kasse.

Also weider zum Optiker. Vorbei an den Ständen vom Weihnachtsmarkt, den kandierten Mandeln, den Würstchen- und Glühweinbuden, an irgendwelchen Panflötenspielern die vor’m Footlocker nen Stand mit CDs aufgebaut haben und Guru’s Jazzmatazz übertönen, das mir bis eben auf die Ohren schallte.

Beim Optiker angekommen erstmal ne lange Schlange. Schon wieder warten. “Is aber auch schlimm heute”. Hinter der Theke steht mein “Lieblingstyp” Verkäuferin: Von weitem schon als viel zu fett erkennbar, mit nem Arsch der eigentlich nen Aufkleber “Vorsicht, Gesäß schwenkt aus” bräuchte, rot gefärbte, kurze Haare, und ein Grinsen auf dem Gesicht dass einem schlecht werden könnte. “ihihi, ähähä” schallt es aus ihrem Mund. “Wenn sie mir dann noch ihren Namen verraten würden”, “darf ich ihnen die (Kundenkarte) mal kurz klauen?” - klauen(!) da krieh’sch ja sowieso Plack. “Darf ich ihnen die mal klauen?”. Boah! Tu mir nen Gefallen und geh’ kacken, echt jetzt!

Ich mach’s kurz als ich drankomm, probier die beiden Fassungen aus, und bin eigentlich ganz froh als sie sagt “sie können oben noch nen Moment Platz nehmen, die Kollegin kommt gleich”. “Die Kollegin kommt gleich”. Sehr gut. Brauch ich mich mit der gekünstelt überfreundlichen Kackbratze nicht mehr rumschlagen.

Geh ich also hoch, chill mich in einen der fetten, schwarzen, ultragemütlichen Ledersessel. *schawing* sacht das. aloha sitzt. Beine breit, Hose ne Ecke tiefer, Jacke auf, Mütze aus, iPod wieder rein, Guru an, bin ich zufrieden. Sitzt man drin wie King Lui. So nen Sessel würd ich glatt mitgehen lassen. Schööööönes schwarzes Leder. Gut gepolstert. Ordentlich breite und lange Armlehnen, so muss das sein. Eigentlich, glaube ich, komme ich nur wegen dieser Ledersessel in den Laden. Ich mag die Viertel bis Halbe Stunde die ich da im Sessel sitze und “auf die Kollegin warte”. Und ich mag sie noch mehr wenn ich meine eigene musikalische Unterhaltung dabei hab. Bei meinem letzten Besuch hatte ich das Hörbuch von George Carlin auf den Ohren, “When Will Jesus Bring The Pork Chops”, und hab mich dabei nur beömmelt. Sieht sicher total hirnverbrannt aus wenn da einer sitzt und sich permanent in’s Fäustchen lacht. Tangiert mich aber periphär, mir macht’s Laune, und das is das Wichtigste.

Irgendwann kommt die fette Schabracke nochmal, bietet mir was zu trinken an. “Käffken?” - “Käffken… du fette Sau… bring mir nen Caipi, mit ordentlich Zucker und Eis, dass ich was zum knirschen hab. Und dimm mal das Licht! Is ja viel zu hell hier! Rotes Licht wär geil. Und ne Stange, an der die Ladies tanzen können. Wo wir grad dabei sind: Ladies wär’n auch nich verkehrt! Was is ‘n schöner Club ohne ein paar hübsche Fraun’ in schicken Kleidern? Eben! Also zack-zack, kannste dir’n bisschen Fett abtrainieren! Und dann mach dass du hier rauskommst, dich will ich heut nich mehr sehn!”. Ja, so hätt ich’s gerne gesacht. “Wasser is OK” hab ich dann wirklich gesacht. “Kommt sofort.”

Schönes Wasser. Mit Kohlensäure zwar, aber Selters. Schöne Flasche. Ne blaue, schöne Form, die Dinger hatten wir damals in der Chefetage auch. Für “Meetings”. Hohe Tiere unter sich. Die saufen kein Wasser aus der Plastikpulle, die brauchen was dekadentes. Tablewater aus der Luxusflasche mit ordentlich gespülten Gläsern. Ich nich, ich sauf auch aus der Plastikpulle. Aber mei, zurück gehen lass ich’s deswegen auch nich, wa?

Ziemlich zeitgleich zum letzten Schluck Wasser kam dann auch die Kollegin, und hat mich aus meinem Chillsessel geholt und auf nen läppischen Holzstuhl geparkt. Bisschen am Computer rumspielen, paar Zahlen eingeben, mit Filzstift auf die Brille malen, mich mal anprobieren lassen (”oh, da müss mer aber noch anpassen” - “ja ich weiss, ich glaub ich hab schiefe Ohren, Brillen sitzen bei mir immer schief”), und dann der Spruch “schauen sie mir mal bitte in das linke Auge. Gut. Und jetzt in das rechte. Gut”. Und da merk ich erst was die für krasse Augen hat. Tierisch kleine Pupillen (kein Wunder so hell wie das hier is), und eine Iris… moah. Sowas hab ich ja noch nie gesehen. Blaue Augen und jede Menge ganz hellblaue Äderchen (oder wie auch immer die Striche in der Iris heißen) drin. Krass. Schön. Unique.

Da komm ich auf den Geschmack und guck mir den Rest so an. Schöne, zwar ziemlich kleine, dafür aber extrem pralle, knackige Tittchen hat sie, die Augen-Optikerin. Nen süßen Knackarsch der in dem Hosenanzug ganz gut zur Geltung kommt. Erinnert mich an jemanden. Meinen letzten One-Night-Stand (nicht dass ich davon viele hätte, aber es war nunmal einer), die hatte auch schwarze Haare ungefähr in der Länge. Und süße pralle Tittchen gepaart mit nem süßen Knackarsch. Kann mir eigentlich ganz gut vorstellen wie Madame Optikerin mit der krassen Iris nackt aussieht, sind sich ja recht ähnlich die beiden. Altersmäßig müsste es auch ungefähr passen, paar Jahre älter vielleicht. Ich guck auf die Uhr. 18.30 isses, 19.00 Uhr machen die zu… Hmm… noch en bisschen hinhalten und dann Nümmerchen auf dem geilen Ledersessel? Zeit hätte ich ja, bis zur Nachtschicht sind’s noch locker zwei Stunden.

Ich denk wieder an den One-Night-Stand, daran wie geil sich nach so langer Zeit der Abstinenz (ich brauch immer extrem lange um nach ner gescheiterten mehrjährigen Beziehung wieder auf Frauen klarzukommen) zwei pralle Titten angefühlt haben. Mal wieder begehrt werden, das war geil. Bisschen lecken, kneten, fummeln, stöhnen… Liebe machen halt, auch wenn keine Liebe in dem tieferen Sinne zugegen war. Auf einmal spiel ich das mit der Optikerin durch. Pullover aus, Hemd aus, whooozaaaaaa, da sind sie, die zwei süßen. Yammy!

Und durch den Nebel meines sexuellen Dämmerzustands hör ich auf einmal irgendwas von einfacher und doppelter Entspiegelung, von Lieferzeiten, Kosten, und so’n Scheiss. “Whoops, da is wohl einer ab-gay-drrriftet Alter, komm mal wieder nen bisschen zurück in die Realität.” Ich versuch mich auf ihr Gerede zu konzentrieren, und so wie’s aussieht scheint das auch ganz gut zu klappen, zumindest so gut dass sie nicht merkt wo ich mit meinen Gedanken gerade war, und eigentlich immer noch bin, denn so wirklich lösen kann ich mich von der Vorstellung nicht.

“307 Euro zusammen, wenn sie noch die Versicherung für zwei Jahre dazu nehmen nochmal 40 mehr” - “Jaaa, Versicherung is guuuut (passiert mir ja öfter das ich Brillen schrotte oder vergesse), machen wir.” - “Okay, dann bräuchte ich noch ne Anzahlung von 20 Euro, ohne machen wir nicht mehr.”

“Scheisse!” denk ich. “Koooohleee Alda! Haste ja jetzt total verplant!” Ich kram in der Tasche und im Portemonnaie, krieg aber nur zwei Fünfer zusammen. “Die Hälfte hab ich. haha.” - “Njaa, das reicht nich ganz. Oder halt mit EC-Karte, geht auch” - “Ja Baby, wenn ich dir jetzt erzähle wo mein Kontostand steht, und dass ich nichtmal meine EC-Kartennummer im Kopf habe, seit ich vor gefühlten 3 Jahren die neue Karte bekommen hab, erklärst du mich für total hirnverbrannt” denk ich. “Mmmh, jaaa, neee, dann muss ich morgen nochmal vorbeikommen, hab ich nicht dran gedacht jetzt.” - “OK, geht auch.”

“Einen auf dicke Hose machen geht aber anders”, sagt mein Hirn. “Wenn die auf dicke Brieftaschen steht kannste dir die Nummer auf dem Ledersessel jetzt abschminken” - “War sowieso mehr ne Vorstellung als ‘n Plan Alter”, entgegne ich, verlasse den Laden (”bis morgäääääääähn”), freu mich beim pinkeln auf dem Parkhaus-Klo noch über Anti-Drücker-Schwarzlicht-Optiks und daraus resultierend leuchtende weisse Sneakers, und mach mich auf den Weg nach Hause. Ich hab wieder Futter für nen Brainstorm, das muss schnell raus!

Kraftwerke töten

Oktober 26, 07 by alohastone

War mir ja schon immer klar: Kraftwerke sind böse, vor allem Kohlekraftwerke. Drei der zehn schmutzigstens Kraftwerke Europas (!!) (lt. WWF Rangliste) stehen hier bei mir umme Ecke: Frimmersdorf bei Grevenbroich im Kreis Neuss liegt auf Platz zwei in Europa, Neurath, ebenfalls bei Grevenbroich gelegen, auf Platz sieben und das Kraftwerk Niederaußem bei Bergheim auf Platz zehn. Alle drei gehören dem RWE. Und, wie ihr ja wahrscheinlich aus den Nachrichten wisst: die ziehen hier noch so’n Ding hoch. Unglaublich aber wahr.

Und dann gurk ich gestern Abend so zur Arbeit, volle Möhre über die Landstraßen die an den Kraftwerken vorbei führen, und auf einmal seh ich lauter grüne Männchen und blaue Lichter. Whooop whoop that’s the sound of da police. Zum Glück musste ich eh vorher rechts abbiegen, hatte schon befürchtet die halten mich jetzt an und machen Verkehrskontrolle.

Dem war aber nicht so, und nen paar Minuten später hab ich dann vom Kollegen erfahren was da abgeht bzw. abging. Gut dachte ich mir, scheisse gelaufen, Gerüst umgekippt, paar Tote, paar Verletzte, kann passieren. Aber die Story scheint ja echt extreme Ausmaße genommen zu haben. Hab gehört Grevenbroich war sogar im Fernsehen, und diesmal hatte Schlämmer damit nix zu tun. Sogar auf die Titelseite der Express (mit Foto) und der Bild (etwas kleiner) haben wir’s “geschafft”. Selbst bei SpOn steh mer auf der Startseite.

Grevenbroich, die “Bundeshauptstadt der Energie”, wie es auf den neuen Ortsschildern so schön heisst, ist wieder in aller Munde. Könn wa ja echt stolz drauf sein. Little Ruhrpoot is verpesting da Umwelt and killing arme Schweine die für’n Appel und nen Ei auffem Bau arbeiten müssen. Ist doch echt zum Kotzen Alla.

Anekdote am Rande, heute vom Stammkunden erfahren: Vor ca. 40 Jahren gab’s beim Bau eines der Kraftwerke schonmal nen herben Unfall: Zwei Bauarbeiter die am Kessel gearbeitet haben, sind reingefallen. Und unten härtete grade der Flüssigbeton aus. Und weil es in die Millionen gegangen wäre, wenn die die den ganzen Scheiss wieder aufgerissen und die zwei Toten da wieder rausgeholt hätten, haben die die einfach da drin liegen lassen und einbetoniert. Kreuz davor gestellt und fertig. Kannse dir das vorstellen? Willse um deinen Vadder trauen, musste zum Kraftwerk fahren, und kannst den Kessel “anbeten”.

Echt kaputte Welt, ich sach et euch. Und genau deswegen guck ich so ungerne Nachrichten. “It’s always negative shit, you know?” - “Schrei’s raus, schrei’s laut, deine Welt gibt den Geist auf, Tot und Bleirauch, Saddam, Aids und Treibhaus.

Musikalische Zeitreise

Oktober 03, 07 by alohastone

Eine kleine musikalische Zeitreise in das Jahr 1997, genau 10 Jahre zurück. Der kleine aloha geht auf’s Gymnasium, in der neunten Klasse müsste er gewesen sein. Es war im Sommer, kurz vor den großen Ferien. Ort: der Musikraum. Vorne auf einem kleinen Podest sitzt auf seinem Höckerchen vor dem Klavier Herr Friedl. Ein rüstiger alter Mann, in den letzten Jahren seiner Beamtenzeit. Während des ganzen Schuljahrs hatte er uns mit Klassik oder Jazz (Jatzz sagte er immer dazu, nicht Dschääs) “malträtiert” (in Anführungszeichen weil ich das heute anders sehe, zumindest in Bezug auf Jazz und Blues). Immer saß er vorne neben seinem Plattenspieler, ließ einen von uns (meistens Regamy, den schwarzen aus Sri Lanka, an dem hat er sich am liebsten ausgelassen) in die Abstellkammer dackeln, und eine Platte rausholen. Die wurde dann genüsslich auf den Plattenteller gelegt, der wiederum wurde angeworfen, und dann hat er seine Plattenreinigungsbürste aus der Hosentasche geholt, mit seiner jahrelang eintrainierten Handbewegung aufgeklappt, und dann locker aus dem Handgelenk über das sich drehende Vinyl schwingen lassen. Dann legte er die Nadel auf, drehte die Lautstärke hoch, lehnte sich zurück, schloss die Augen, und genoss seine Musik. Ab und zu blinzelnte er kurz, um sicher zu gehen dass wir keine Scheisse bauten. Er wollte dass wir still dasitzen, die Lieder analysieren (sprich wie ist das Lied aufgebaut, welcher Rhythmus, all so’n Kram - von dem ich Null behalten habe), und hinterher einen “Vortrag” darüber halten. Haben wir natürlich nicht gemacht, wir haben entweder geflüstert, Briefchen geschrieben, Zeug ins Notenheft gemalt, oder waren mit der Nachmittagsplanung beschäftigt. Ich für meinen Teil war gedanklich immer schon auf dem Wendehammer, auf dem wir immer Skatehockey gespielt haben. Skates und Schoner angezogen, Schläger, Ball und Tor eingepackt, die Jungs zusammentrommeln, beim Christoph die Kabeltrommel anschließen, Ghettoblaster anschließen, Punkrock rein, und dann gib ihm.

Aber ich schweife ab, wir sind ja immer noch im Musikraum. Herr Friedl begrüßte uns an diesem Tag mit den Worten “Kinder, heute ist die letzte Musikstunde vor den großen Ferien. Ihr wisst was das heisst: heute dürft ihr die Musik aussuchen”. Das war uns immer die liebste Musikstunde. Endlich mal kein Klassikgedudel sondern ordentliche Mucke!

Zwei Leute hat er immer ausgesucht, die durften vorne an der Anlage Platz nehmen, und Musikwünsche von der Klasse annehmen. Alle hatten ihre Lieblings-CDs eingepackt, und wenn man zu den Coolen gehörte, wurde einem kein Wunsch abgeschlagen. Glücklicherweise war ich einer von den Hinterbänklern, leistungsmäßig eher im unteren Mittelfeld, connectiontechnisch aber ganz vorne mit dabei.

Ich hatte meine Ixnay On The Hombre eingepackt, auf die hatten wir sehnsüchtig gewartet, und sind am Releasedate direkt in den Laden gelaufen um einer der ersten zu sein. Die gab ich also nach vorne, mit dem Kommentar: “mach erst Lied neun an, lass durchlaufen, und dann lass Track zehn laufen.” - “Was zwei Lieder direkt?” - “Vertrau mir einfach Alda, lass durchlaufen.” - “Alles klar.”

Track neun wurde also eingelegt, wer das Album kennt weiss was kam: “Welcome to Intermission.” Und dann so ein Klassikgedudel. Döp döp döp, dödödödödöp. Herr Friedls Gesichtsausdruck werde ich nie vergessen. Er guckte als wollte er sagen “What the FUCK Junge? Watn nu los hier? Sach bloß meine Bemühungen den jungen Leuten gute Musik nahe zu bringen haben gefruchtet!” Den Unterbrechungen im Track (”Yeaaah, Intermission.”) und dem andauernden “Aaaaaaaaah.” traute er aber nicht über den Weg. Das tolle Lied, so verhunzt!
Klein aloha hat sich ein Loch in den Arsch gefreut. “Wenn der wüsste” dachte ich. 48 Sekunden lang pure Vorfreude auf Track zehn. Köstlich! Und dann die Gesichtsausdrücke meiner Klassenkameraden/Innen, die sagen: “Leidet der jetzt an totaler Geschmacksverkalkung? Was is das für’n Scheiss?” Und der Selecta vorne an der Anlage, der so aussah als würde er bereuen sich jemals auf meine Scheissideen eingelassen zu haben. Herrlich!
Der einzige Mitwissende war Olli, mein damaliger bester Kumpel. Der wusste auch was kam. Und wir bekamen das Grinsen nicht mehr weg. “MUAHAHAHA, DIE werden sich wundern!”. Ich glaube diese 48 Sekunden gehörten zu den schönsten meiner ganzen Schulzeit, selten so ne Vorfreude gehabt.

Track neun ging also dem Ende zu, der Showdown stand bevor. Döp döp döp, dödödödödöp döp döp. Zack, 1 Sekunde Stille. Und dann: “OK —— JAJAJAJAJA!”


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Da wusste Friedl der Schniedl dass seine Bemühungen umsonst waren.
Those were the days.