Bibi Tanga & Le professeur Inlassable - It’s The Earth That Moves
März 21, 08 by alohastoneFunky!
Funky!

Titel: New Amerykah Part One (4th World War)
Artist: Erykah Badu
Label: Universal (Universal)
Bewertung:
5 / 5
Link: Amazon
Nachdem ich Honey gehört und gesehen habe und mir bei MySpace die ganzen Videos gegeben habe, war für mich klar dass ich das Album haben muss, auch wenn meine hohen Erwartungen vielleicht enttäuscht werden würden. Aber, um das gleich klarzustellen: sie wurden nicht enttäuscht.
Wer schon im Intro mit “More action, more excitement, more everything” ankommt und dann erstmal dick einen auf Funk macht, der hat bei mir sowieso schon gewonnen. Wie hat mein Digga damals so schön gesagt als ich ihm das “Be” Album von Common vorgespielt hab? “Ja Alta, da brauchse nur die ersten fünf Sekunden zu hören da weisse direkt dat’s fetter Sound, muss ich haben!” Gilt auch für Erykah Badu.
Track zwei ist dann auch schon mein absoluter Liebling, “The Healer”: “It’s bigger than religion - Hip Hop.” Gechillter Sound und eine Ode an Hip Hop. Den Den Hip Hop der was aussagt, den Hip Hop den ich so mag.
Die nächsten paar Tracks swingen dann gemütlich durch, Musik wie ich sie von Erykah Badu erwartet habe. Kann man so durchlaufen lassen, hat bei mir aber keine besonderen AHA-Momente verursacht.
Die kamen dann erst wieder bei Track 7, “Twinkle”, an dessen Ende eine aufgefrischte Version der Ansprache aus Network (zweites Video im Beitrag) läuft. Da hab ich nur gedacht: “Mann Alter, sogar Erykah Badu kennt den Scheiss und denkt darüber genauso wie du (und packt das auch noch auf ihr Album, über das auch Leute den Kram mitkriegen werden die das auf ‘normalem Wege’ wohl verpasst hätten)”. Da krieg ich dasselbe gute Gefühl wie wenn unter meinem Beitrag zu ZEITGEIST, The Movie wieder jemand “GET MAD” postet oder ich auf nem Reggae-Konzert stehe und tausende Leute dieselben M&N-Texte mitsingen wie ich. So ein Gefühl von “du bist nicht allein, es gibt noch mehr denen die Scheisse auf den Sack geht”.
Und genau deswegen hat auch das Erykah Badu Album (um mal wieder die Kurve zu kriegen) fünf Sterne verdient. Der Sound ist typisch Badu, durchweg chillig, die Messages kann man so unterschreiben, das Artwork ist der Übershit, und man merkt einfach dass da mehr dahintersteht als nur Musik für die Charts.
Das beste am Album ist aber die Tatsache dass es New Amerykah Part ONE heisst. Das bedeutet nämlich dass es auch einen Part TWO geben wird (der dann übrigens New Amerykah Part Two (Return of the Ankh) heissen wird).
Badu-Fans und Freunde der gechillten Musik sollten auf jeden Fall zugreifen und sich das Ding sichern. Alle unentschlossenen finden über Google bestimmt noch mehr Reviews, wie z.B. das auf urban.de, in dem man ein bisschen mehr Input zum deeper diggen findet. Aber Sachen wie Produzent, Features, etc.pp. tangieren mich nicht wirklich. Meine Devise heisst selber reinhören und dann entweder gut oder scheisse finden. Das hier ist in meinen Augen auf jeden Fall derbst geil, und macht sich im CD-Regal, an der Wand, auf dem T-Shirt, auf MTV, aber vor allem im CD- / MP3-Player tierisch gut und kommt auch als Geschenk gut an - bei Männlein wie Weiblein.
“Can I ask you somethin’? Ain’t I’m clean?!”
Ich sag nur oranges Kleid Alter, oranges Kleid. Da kriegt man doch gleich.. Lust… zu … tanzen
Rufus Thomas war übrigens auch bei Stax Records unter Vertrag. Und das Video stammt von Rufus’ Auftritt beim Wattstax Festival, das von Stax Records veranstaltet wurde, und auch als “the Afro-American answer to Woodstock” angesehen wird (Quelle: Wikipedia). Über das Festival ist - neben vielen Audio-Mitschnitten - auch eine Dokumentation auf DVD erschienen.
Bei MC Winkel kann man mehr darüber lesen.
Mehr Bass-Solo als alles andere. Knaller der Mann!
Wie hat George Carlin mal zum Thema Terrorismus und airport security gesagt? “You’ll notice the drug smugglers don’t seem to have a lot of trouble getting their ‘little packages’ onboard, do they? NO! And god bless them too!”
Auf der Rückfahrt vom Manu Chao Konzert letztens lief im Radio auf WDR irgendwas ein Konzertmitschnitt von einer Band, deren Frontfrauen immer mit “eine nette fransösische accent” mit dem Publikum geredet haben. Das hat misch ganz rattiiiisch gämacht, und isch dachte nür “mon cherie, isch ätte nie gedacht dass isch das mal sagä, aber mit dir würde isch misch sogar auf ein Gespräsch nach däm Sex einlassän. Vom däm accent kann man einfach nisch genug kriegän - wenn du den auflegst lasse isch mir liebönd gärnä eine Frikadelle von dir an die Ohr labern”.
Dazu kam dann noch die Tatsache dass die Mucke auch echt fett war, und so musste ich dann doch mal nachgucken wer das war. Die Antwort: Dobacaracol waren das. Die kommen aus Kanada und aben nisch nur eine schöne fransösische accent, die sehen auch noch magnifique aus. Da sprischt eigäntlisch nischts dagegen darüber mal was zu bloggön, also machön wir das doch einfach mal. Su hörön gibt es eine kleine Medley aus “Étrange” und “Anda”, wobei isch sagen müss dass mir “Anda” wesöntlisch besser gefällt, isch mag ös wenn ös ordentlisch abgäht!
Jetzt wollte ich eigentlich Pause machen was das Bloggen angeht - drei Beiträge an einem Tag sind ja doch ganz ordentlich. Aber beim Feeds lesen bin ich bei René eben über Bran Van 3000 gestolpert, und bei der Gelegenheit, dachte ich, kann ich mir auch gleich nochmal Astounded geben. Curtis Mayfield (R.I.P.) is halt einfach der Shit!
Von Bran Van 3000 gibt’s übrigens demnächst neuen Stoff: Das neue Album “Rosé” kann man in Kanada wohl schon kaufen, Release-Date für die USA ist der 27. November 2007. Bei Amazon.com sind schon Vorbestellungen möglich, bei Amazon.de konnte ich heute noch nichts finden. Mal abwarten. Die neue Single “Call Me” kann man sich jedenfalls auf MySpace und der neue Homepage schon geben. Ich versuch mal am Ball zu bleiben und nen Posting zu machen sobald ihr shoppen gehen könnt.
Übermorgen (am 26. Oktober 2007) kommt das erste Soloalbum der Far East Band - Gentlemans Live Band - in die Läden. “Tough Enough” wird es heissen und für die erste Single “The Call Up” hat man sich Unterstützung von Suzie, der Frontfrau von Klee, geholt. Und im Gegensatz zu “Prince of Peace” mit D-Flame hat “The Call Up” auch nen Songtext, der aus mehr als einem Dutzend Wörter besteht. Sowohl der funkige Sound, als auch die Kombination mit Suzie gefallen auf Anhieb. Und sogar das Video kommt sehr stylisch daher. Ich bin echt positiv begeistert dass sich in letzter Zeit immer mehr Artists / Label was einfallen lassen wenn es um Musikvideos geht und statt den bewährten Konzepten auf Kreativität setzen. Ich mag southparkmäßige Papierschnipseleien und vektormäßige Effekte, vor allem wenn sie so knallbunt daherkommen.
Sowohl für den Sound, als auch für das Video gibt’s von mir die volle Punktzahl. Ich bin gespannt wie die anderen Songs klingen und werde definitiv zu den ersten gehören die in den Laden rennen um sich das Album zuzulegen. Wenn man sich die “Gästeliste” so anguckt, kann das eigentlich nur ein dickes Ding werden: Gentleman ist natürlich mit dabei, Suzie und D-Flame hatten wir ja schon, Tanya Stephens wird mit am Start sein, Chuck Fenda, Tippa Irie, Daddy Rings, Mamadee & Tamika, Moneybrother, Fettes Brot, und noch einige mehr. “Tough Enough” könnte ein ähnlich derbes Brett werden wie damals das Feature-Album der Sam Ragga Band, Loktown Hi-Life. Warten wir’s mal ab.
Der aufmerksame Stammleser weiss dass Track 39 vom Sir Benni Miles Mixtape Vol. I einer meiner Lieblinge ist. Der Track heisst “Love & Happyness” von “Tommy Boy”:
Und gerade hab ich durch Zufall das Original dazu gefunden: “Love and Happiness” von “Al Green”. Irgendwie fühlt sich das gut an, ich bin ja einer von denen die gerne wissen woher Samples, Skits, Cuts, oder Reden stammen. Ich glaub, wenn ich die Kohle für zwei Plattenteller hätte, wär ich den ganzen Tag mit “diggin’ in the crates” beschäftigt.
EDIT 15. März 2008: Video wurde gelöscht. Hab mal ein aktuelles eingebunden.