Record shopping in paradise: Hawaiian vinyl culture

Aus der Serie „Shit der schon seit Ewigkeiten in der ’später ansehen‘ Playlist wartet“: einer meiner heißgeliebten Hawaii.FM-Kollegen hat diese kurze Doku über Schallplattenkultur auf Hawaii auf unserer Facebook-Seite gepostet. Das war am 24. März. Seitdem will ich mir das mal in Ruhe ansehen. Heute hab ich’s endlich geschafft.

Roger Bong von Aloha Got Soul, einem Blog das sich hawaiianischem Soul, Funk, Jazz, and the like widmet, plaudert ein bisschen aus dem Nähkästchen und erzählt, wo auf Hawaii er seine Platten diggt, und welche Schätze er dabei entdeckt hat. Nichts würde eher in dieses Blog passen, als eine Kombination aus guter Musik, Schallplattenliebhaberei, und Bildern von hawaiianischen Stränden. Sympatischer Typ!

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Sofort hängen geblieben ist bei mir der Sound von „Society of Seven“, einer hawaiianischen Funk-Band, die unter anderem dieses großartige Cover von „Summertime“ rausgebracht hat – irgendwann nach 1970.

Society of Seven – Summertime

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Das Album dazu heisst „Simply OurSelves“, und kann zu Preisen von „günstig“ bis „ziemlich übertrieben plus shipping“ bei Discogs erstanden werden. Vielleicht lässt sich das aber auch mit einem Urlaub auf Hawaii und einem Besuch bei einem der lokalen Plattenläden kombinieren ;)

Monster Rally - Return to Paradise

Mademoiselle Carmen kam heute mit einem Albumstream um die Ecke, der mir ziemlich die Socken ausgezogen hat:

Wunderschöne Instrumentals! Fühlt sich ein bisschen an wie der Pate mit der bezaubernden Jeannie in Casablanca auf’m Surfbrett oder so ähnlich?

Sind natürlich wieder so Trigger, auf die ich anspringe. Und schon nach der ersten Minute von „Orchids“ war klar, dass ich das Ding kaufen muss. Auch wenn – oder gerade weil – es so’n „Name your price“ Album ist, das man eigentlich umsonst laden könnte.

Als das Geld schon weg und der Download fast durch war, ging der zweite Track los, und meinte zu mir „hasse alles richtig gemacht Alter“. Klingt wie „da wohnen wo andere Urlaub machen“. Genau so macht mein Kopf, wenn ich an Hawaii denke. Geht mir echt die Hose auf. Und bei Track 6 war’s dann endgültig um mich geschehen. NOCH besser – und so schön zärtlich!

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Alles in Allem die ultimative Platte. Allein der Titel, „Return to Paradise“. Beatmucke mit hawaiianischen Soundsamples drin. Und obendrein noch Orchideen auffem Cover. Orchideen Alter. Meine Lieblingsblumen! Ich weiss, „voll gay“, „Lieblingsblumen“… Aber yeah, ich steh‘ drauf. Nicht nur weil auf Hawaii die Leis draus gemacht werden, sondern auch weil die Blüten immer aussehen wie Vaginas.

Sie werden als besonders schön angesehen, und vielen gilt die Orchidee als Königin der Blumen.

Orchidee als Metapher in der Sprache Die besondere Stellung der Orchidee unter den Blumen macht das Wort Orchidee zu einer beliebten Metapher in der Sprache. Die Orchidee gilt als ausnehmend schön und als selten zu finden. Daher steht einerseits „Orchidee“ oft für etwas besonders Schönes. In Verbindung mit der sexuellen Konnotation wird daher oft eine äußerst hübsche Frau als Orchidee bezeichnet, so im Film Wilde Orchidee. Andererseits steht „Orchidee“ für etwas besonders Seltenes.

http://de.wikipedia.org/wiki/Orchideen

Wie dem auch sei: Falls ihr jetzt genau so begeistert seid, den hoffnungslos romantischen nicht als homo-erotischen Subtext fehlinterpretiert, und euch auch fragt, ob’s das Ding auch auf Vinyl gibt: Ja, gibt’s. 750 Stück auf schwarzem Vinyl, 250 auf „ozeanblauem“ Vinyl. Letztere wiederum sind ausverkauft, weil die Platte schon Ende Oktober rauskam. Bei Discogs gibt’s noch welche – eine davon macht sich morgen auf den Weg zu mir.

Ein Päckchen Paradies aus den USA. Am besten mit Poststempel von Maui, und überreicht von meinem Lieblings-UPS-Mann. Is‘ wie Weihnachten. Besser noch. Und deswegen sind wir Vinyl-Sammler auch so ein komisches Völkchen, und haben so’n eigenartiges Leuchten in den Augen, wenn wir ’ne Lieblingsplatte auflegen. Nicht weil „Vinyl wärmer klingt“, oder „MP3 nich‘ real is“, sondern weil wir halt so verkappte Romantiker sind, für die an den meisten Platten noch mehr dran hängt, als nur die Musik. Aber wem sag ich das? ;)

Letzte Woche startete auf Arte eine 5-teilige Doku-Serie über Hawaii und seine Inseln. Der erste Teil der Doku, der sich mit Big Island, der größten der Inseln befasst, kann noch ca. 10 Stunden in der arte Mediathek angesehen werden. Außerdem läuft heute um 14:00 Uhr (und am Donnerstag, den 24. November 2011 um 11:30 Uhr) nochmal eine Wiederholung auf arte (ggfs. sogar in HD). Auch die nachfolgenden vier Teile werden mit jeweils einem Tag Abstand wiederholt, und sind auch jeweils 24 Stunden länger in der Mediathek verfügbar.

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Vielen Dank an @ronny_ramone für den Tip ;)

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Bei Fitted Hawaii hole ich mir gerne eine Dosis mentalen Urlaub ab, wenn ich sie brauche. Heute fand dieses BMX-Video von Chuck Reynolds seinen Weg auf meinen Laptop. Straight from paradise! Ungefähr so stell ich mir nämlich den Himmel vor.

Und ich suche immer noch verzweifelt nach einem Retailer, bei dem man den Stuff von Fitted Hawaii in Deutschland beziehen kann. Der Shit is‘ dope; nur der Versand zu teuer. Wenn ihr einen kennt: sagt bescheid! Bis dahin: viel Spaß bei einer Runde Freestyle und Drogenverherrlichung ;)

roll one. from chuck reynolds on Vimeo.

http://www.youtube.com/watch?v=wZjqMtDJRqw]

Wie pervers geil ist das denn bitte?

Donavon Frankenreiter ist vor kurzem nach Kauai umgezogen, um da mit seinen Surfer-Homeboys abhängen zu können, und hat sich in den hawaiianischen Sound verliebt.

Kurzerhand hat er sein Debütalbum dann nochmal neu aufgenommen, und diesmal traditionelle hawaiianische Instrumente wie die Ukulele benutzt.

Da das erste Album sowieso das beste war, und hawaiianische Instrumente mal sowas von rocken – äh chillen – musste ich mich doch direkt mal auf mein Surfbrett schwingen, und den iTunes Store ansteuern. Denn wenn man nicht gerade einen Surfshop oder Indie-Plattenladen um die Ecke hat, ist das wohl der einzige Dealer der diesen guten Stoff am Start hat.

Aptly titled, Donavon’s „Revisited“ is not just a re-recording of his 2004 self-titled debut; it’s a complete reinterpretation…with a Hawaiian twist. After moving to the island of Kauai to be closer to his beloved surf scene, Donavon felt inspired to pour his newfound love for the Hawaiian sound and laid back island vibe into a creative medium. Teaming up with longtime band mate Matt Grundy (bass/vocals), local musician Kirk Smart (guitars) and percussionist David Leach, Donavon set out to re-record his debut album (originally released on Brushfire Records) using traditional Hawaiian instruments including the ukulele, lap steel guitar and a Mauna Loa slack key tuned guitar. The result is a fresh new take on the original that allows Donavon’s envied lifestyle to ooze sweetly through the speakers, giving a completely new sound to favorites like „It Don’t Matter“ and „Free“.

Donavon had this to say about it:

„After moving to Hawaii two years ago, I couldn’t help but notice how beautiful the Hawaiian music was that I kept hearing everywhere. I wanted to try and make something with the same instruments that I was hearing on all those great tracks. I called a friend of mine, Kirk Smart, and asked if he could help me out. We headed into the studio in Kauai to revisit my first album and picked 10 songs off of that record. Kirk brought life to all those instruments that I was hearing in my head: the uke, lap steel, slack key guitar and others. It was so much fun to go and revisit an album I had done in Hawaii six years earlier but with a much different feel.“

„Revisited“ is currently available in Billabong stores throughout Hawaii. Look for it in Indie record shops on the mainland US on Tuesday June 15th.

Und nun zu etwas VÖLLIG anderem. Scheisse ich steh drauf! Hula Baby!

[youtube Q3A_CAPo5nM HulaGirl]

Die Jungs kommen übrigens aus Hollywood, Kalifornien, (das war jetzt schwer zu erraten) und sind auch bei MySpace vertreten. Mucke, CD-Cover, der ganze Style, voll nach meinem Geschmack. Aber ich hab ja eh einen an der Waffel :lol: