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J Boog

J Boog – My Diamond Life (Mixtape / Download)

J Boog

Das erste was ich von J Boog gehört habe, war sein Album „Hear Me Roar“. Damals noch eher RnB-mäßig unterwegs, auf teilweise billig klingenden Beats & Riddims, habe ich immer auf den Moment gewartet, dass er mal mit einem Monster von Producer zusammen arbeiten würde.

Dann sickerte auf einmal durch, dass er mit Don Corleon an was „arbeitet“ – wobei man sich „arbeiten“ bei einem Team aus Musikheads mit jamaikanischen und hawaiianischen Roots ungefähr so vorstellen muss:

Und ich dachte nur „fick mich doch hart, das muss einschlagen wie ’ne Granate“. Hat es dann auch. So hart, dass er den Song selbst schon satt hat. Kein Wunder, wenn man ihn über Jahre bei jedem Auftritt performen muss.

Andererseits hat die Nummer wohl auch alle Türen geöffnet, die ihm jetzt offen stehen. Und während die Jamaikaner bei seinen ersten Besuchen in der Heimat des Reggae noch verblüfft im Tonstudio standen („who a sing? wha? CHINEYMAN??“), dürfte der Name mittlerweile den meisten ein Begriff sein.

Von mehreren Voicings auf Don Corleon Riddims über Features mit Peetah Morgan, Alaine und Richie Spice zu Welttourneen, einem zweiten (wesentlich reggaelastigeren Album), einer EP, und diversen Singles, die Hawaii und seinen Connections spätestens jetzt einen festen Platz auf der Landkarte des Reggae eingebracht haben.

J Boog

Nachdem nun aber sein erstes Album eher was für Fans war, die EP zwar saugut, aber recht kurz, und sein zweites Album zwar länger, aber nicht so konzentriert geil rüberkam, gibt es jetzt, mit dem „My Diamond Life“ Mixtape, die ultimative J Boog Greatest Hits Collection.

Ein Tape, das so rund rüberkommt, wie noch keines seiner Alben. Eine Sammlung aus dem besten was er bisher rausgebracht hat (darunter u.a. auch die noch recht frische Single „My Audio„, die mir sau gut reingeht, sowie sein großartiger Beitrag zur „We Remember Gregory Isaacs“ Compilation), plus ein paar Neuinterpretationen / Remixen, und – was mir am allerbesten gefällt: eine Exkursion zurück zu seinen RnB-lastigeren Songs, bis hoch zu soul-beeinflussten Hip-Hop-Beats. Ganz, ganz großes Kino. Und damit gleichzeitig der perfekte Startpunkt für alle, die J Boog noch nicht kennen, sowie die ultimative Playlist für alteingesessene Fans.

Sauber zusammengemischt, grandioser Spagat zwischen seinen verschiedenen Einflüssen und Vorlieben, garniert mit Skits, Shoutouts und Tröten, die das Herz des Reggaeheads gleich höher schlagen lassen.

Und als ob das nicht schon genug wäre, gibt es das Teil auch noch als kostenlosen Download. Nichts hat sich den Blogeintrag mehr verdient, als dieses Mixtape. Hammergeil, Alter!

Various Artists - We Remember Gregory Isaacs

Releases: VA – We Remember Gregory Isaacs

VP Records hat im August letzten Jahres die „We Remember Gregory Isaacs“ Compilation rausgebracht, der ich damals keine nähere Beachtung geschenkt habe. War aber ein Fehler, wie sich gerade rausstellt. Denn eigentlich macht allein die Tracklist schon Lust da mal reinzuhören: Tarrus Riley, J Boog, Busy Signal, Jah Cure, Etana, Romain Virgo, Lukie D und Konsorten haben sich um Dean Fraser versammelt, um Gregory Isaacs „größte Hits“, und ein paar von den weniger bekannten zu singen.

Das klingt wie eine von den schlechten Ansagen aus irgendwelchen Lokalradios („Die größten Hits der 80er, 90er, und das beste von Heute“), bringt es aber ganz gut auf den Punkt:

Saxophonist and producer Dean Fraser has assembled an all-star cast of singers and musicians to pay homage to an icon of reggae. ‘We remember Gregory Isaacs’ presents sixteen of the legendary vocalists most loved songs.

The life and music of Gregory Isaacs is celebrated by producer Dean Fraser and an international cast of vocalists on ‘We Remember Gregory Isaacs’. This collection of hits and lesser known Isaacs’ recordings includes a bonus disc of instrumental versions performed by producer and saxophonist Dean Fraser.

Zu Gyptians Interpretation von „My Number One“ kam im Februar schon ein Video raus, das hier mal als Aufhänger dienen soll – auch wenn es lange nicht der stärkste Track des Albums ist.

Gyptian – My Number One

http://www.youtube.com/watch?v=wEoM5fDVqss]

Am besten gefallen mir – wie könnte es auch anders sein – J Boog („Cool Down The Pace„), Busy Signal („Hard Drugs„) und Tarrus Riley („Front Door“). Aber auch der Rest kann sich wirklich hören lassen. Ein Album das man auflegen und durchlaufen lassen kann – gibt’s ja nicht mehr oft.

Tarrus Riley – Front Door

http://www.youtube.com/watch?v=4S5emFjcANM]

Und da Spotify jetzt auch in Deutschland am Start ist, habt ihr (Account vorausgesetzt) neuerdings sogar die Gelegenheit das komplette Album für lau durchzuhören: Various Artists – We Remember Gregory Isaacs – geil oder?

Tracklist

  1. Front Door – Tarrus Riley
  2. Top Ten – Hezron
  3. All I Have Is Love – Natel
  4. My Number One – Gyptian
  5. Mr. Brown – Jah Cure
  6. Cool Down The Pace – J Boog
  7. My Only Lover – Etana
  8. Love Is Overdue – D Major
  9. Soon Forward – Cherine Anderson
  10. Hard Drugs – Busy Signal
  11. Night Nurse – Romain Virgo
  12. Storm – Lukie D
  13. Stranger In Your Town – Chris Boomer
  14. Tune In – Alaine
  15. Red Rose For Gregory – Chevaughn
  16. The Border – Duane Stephenson

Kaufen könnt ihr’s dann natürlich trotzdem noch – Links siehe unten. Die schönsten Songs gibt’s dann ab morgen auch auf Hawaii.FM.

Feel Good Riddim (Special Delivery Music)

Special Delivery Music delivert am 27. Januar den Feel Good Riddim in die (digitalen) Plattenläden dieser Welt. Und als ob die Version ansich nicht schon nice genug wär, sind auch noch großartige Namen auf dem Tracklisting zu lesen: Gentleman bringt zusammen mit Rebellion ein wunderschönes (!) Teil, J Boog liefert in gewohnter Qualität ab, Loyal Flames auch wieder richtig nice, Gappy Ranks und Peetah Morgan sind mit dabei – besser könnte die Sache kaum laufen. Wenn Lutan Fyah jetzt noch nachliefert kommt der Feel Good Riddim von 0 direkt in die TOP10 meiner Lieblingsriddims. Spätestens wenn die Sommermixtapes wieder aus dem Boden sprießen wird man das Ding öfter hören, da geh‘ ich jede Wette ein!

Tracklist (Mix)

  1. Gentleman & Rebellion – Intentions
  2. Peetah Morgan – I’m A Survivor
  3. Sugar Roy & Conrad Crystal – Never Give Up Jah
  4. Loyal Flames – Pegan
  5. Ricochet – Let Me Know
  6. Mojo Morgan & Nico D – Where’s The Love
  7. Jah Sun & Perfect & Steevie Culture – Do Good
  8. Natural Black & Zareb – Take Your Time
  9. Little Francky – Si J’avais Su
  10. Gappy Ranks – Danger In The Night
  11. Gappy Ranks & Lea Anna – Feel Good
  12. Da’ville – Promises
  13. J Boog – It’s Alright
Da Professor - The Laboratory

Da Professor – The Laboratory (Cover / Tracklist / Infos)

Seit Dienstag steht das Debütalbum von „Da Professor“ in den (digitalen) Plattenregalen, und wartet darauf gekauft zu werden. Produziert hat Don Corleon; und so ist es wenig verwunderlich dass neben Ken Boothe und Corleons Cousin Protoje auch J Boog zu den Featuregästen des Professors gehört.

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