D’Angelo - Saturday Night Live

Vergangenes Wochenende performte D’Angelo seine Songs „Really Love“ und „The Charade“ bei Saturday Night Live. Wenn man das aus Deutschland und in einigermaßen erträglicher Qualität gucken möchte, muss man ein bisschen suchen. Vevo hat aber beide Auftritte im Angebot, und lässt auch die die dank des Geogefickes immer den kürzeren ziehen mal reinschauen.

Rein vom politischen Statement her war „The Charade“ sicherlich der wichtigere Auftritt. Inklusive „I Can’t Breathe“ und „Black Lives Matter“ T-Shirts, und Kreideumriss auf der Bühne:

All we wanted was a chance to talk
‘Stead we only got outlined in chalk
Feet have bled a million miles we’ve walked
Revealing at the end of the day, the charade.

Rein musikalisch törnt mich „Really Love“ mehr, aber das darf wie immer jeder für sich entscheiden.

D’Angelo – Really Love

D’Angelo – The Charade

Die Vinyl Edition von „Black Messiah“ kann übrigens jetzt schon in den USA vorbestellt werden. Vorausgesetzt man möchte zusätzlich zu den 18,- EUR für die Platte noch 8,- EUR Versand zahlen, und 8 bis 18 Tage Versand in Kauf nehmen. Für die üblichen Verdächtigen gilt: HHV spricht von dem 06. März als Releasedatum (US / EU), Vinyl Digital hat den 16. April angepeilt.

The Ruffcats und der Retrogott

Der Retrogott bleibt Chef. Ob auf einem dopen Beat vom Hodn, Brous One oder Twit, oder mit den Ruffcats als Liveband. Das haben mittlerweile sogar montägliche Elektro-Podcasts mitbekommen, und packen Desconéctate in ihre Sets (32:31). Ein Trend, der mir sehr gefällt.

Zum Konzert gestern hab ich’s leider nicht geschafft. Aber es bleibt die Hoffnung, dass sowas irgendwann mal auf Platte rauskommt. Die Kombination jedenfalls funktioniert. Und irgendwann haben wir nicht nur das RTL Dschungelcamp und den „großen Biertest“ des ZDF, sondern auch die technoiden Elite-Clubs mit unserer subtilen Propaganda infiziert.

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Dieser DJMQ brachte mich heute auf eine Idee.

Hat er natürlich Recht. Deswegen:

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Bei der Gelegenheit sei dann auch nochmal sein Talk bei diesem Brausehersteller-Musik-Event erwähnt. Abwarten, funky bleiben, Liebe machen.

Charles Bradley & The Manahan Street Band (Vienna Jazz 2011)

Wenn es um Gefühl Schmerz geht, kann es keiner besser als Charles Bradley. Ich weiss noch dass mir damals einer von euch (ich glaube es war der Darius) den Tip gegeben hat. Wie ich die ersten Songs gehört, seine Performance bei KEXP gesehen, mir bekifft Interviews mit ihm angesehen hab, und die Tränen in den Augen hatte, weil mich seine Geschichte so berührt hat.

Seitdem bin ich großer Fan, und hab aus No Time for Dreamingnix viel Gutes gezogen. Auch „Victim of Love“ steht hier im Plattenregal, und kommt regelmäßig auf den Teller. Daraus hat er bei WNYC kürzlich drei Songs live performt, die ihr euch geben solltet.

Charles Bradley – Crying In The Chapel

» Noch zwei Songs + Interview nach dem Klick

Wie ihr wisst hab ich nichts als Respekt für Randy Valentine. Für mich ist das ganz klar der Newcomer (ich hass‘ das Wort) des letzten Jahres. Und alle die Ahnung haben, sehen das genauso. Egal ob Jugglerz, Ma Gash, oder sonst ein Sound: wer Reggae repräsentiert, hat sich längst Dubplates besorgt. Und wer Reggae hört, hat das Mixtape längst runtergeladen.

Und wenn der Kerl dieses Jahr sein richtiges Debütalbum rausbringen sollte, wird er spätestens dann sowas von durch die Decke gehen – das garantier‘ ich euch.

Dafür gibt’s zwei Gründe: erstens, weil er den „alten Sound“ feiert. Den alten Reggae, die dicken Studio One Riddims, die alten großen Namen, den ursprünglichen Vibe der Dancehall. Im Grunde alles wofür diese Mucke früher mal stand – und für die meisten auch heute noch steht: Liebe. Und alles was die so mit sich bringt.

Nicht irgendwelche Partyscheisse, Rum & Redbull, dicke Autos, Daggering hier und Dutty Wine da, Weed rauchen und Kohle machen. Macht alles Spaß, hat alles seine Zeit, wird aber auf Dauer – insbesondere wenn man aktuelle Releases so gut es geht beobachtet und durchhört – richtig langweilig.

Der zweite Grund, warum der Mann demnächst steil gehen wird: weil er singen kann. Und singen WILL. Und zwar ohne Autotune, oder irgendwelche anderen scheiss Effekte. Randy Valentine muss man nicht erst durch irgendwelche Tools jagen und an Knöpfen drehen, damit man den Kram überhaupt ertragen kann. Randy Valentine kann man einfach dahin stellen, noch ne Gitarre dazu, und fertig ist die Kiste.

Das kann noch so schnulzig oder cheesy scheinen. Wenn der anfängt zu singen, geht das jedem direkt rein, der ein Herz hat – und bestenfalls noch englisch kann.

Akua Naru - Life & Aflame Sessions

Bevor ihr vorschnell Play drückt, nehmt euch zwei Minuten Zeit, kommt runter, atmet tief durch, schaltet alles aus was klingeln oder plöppen könnte, setzt Kopfhörer auf, stellt das Video auf Vollbild, und DANN klickt Play.

http://www.youtube.com/watch?v=fZoMzWraS_c]

Gänsehaut schon wenn der Bass einsetzt, und sie hält sich bis zum Ende. Ein Lied gewordener Porno, der so gar nicht obszön sondern einfach nur liebevoll rüber kommt. Im Original schon großartig, live und in Farbe noch nackter.

Aufgenommen im maarwegstudio2, zusammen mit der DigFlo Band. So gut, dass die komplette Live Session am 25. Mai als Gatefold-Vinyl („Life & Aflame Sessions“) erscheint. Limitiert auf 400 Stück, handnummeriert. Edelste Musik in edelster Verpackung. Vorbestellbar per eMail an akuavinyl[at]jakartarecords.de

Nach zahlreichen Konzertstationen in Amerika und Europa ist Akua Naru zurück. Mit im Gepäck hat die Rap-Poetin eine Live-Version ihres erfolgreichen Debüts „The Journey Aflame“. Am 18. Mai veröffentlicht die Female MC gemeinsam mit der DIGFLO Band die LIVE-LP „Live & Aflame Sessions“. 11 Songs – live und unplugged. Feinster Boom Bap Rap gespickt mit einer Mischung aus Soul, Jazz und Poesie.

„Für mich geht mit Veröffentlichung dieser LP ein großer Traum in Erfüllung. Auf Tour habe ich die Songs von „The Journey Aflame“ an die hundert Mal gespielt und festgestellt, dass ich und auch die Songs mit jedem Auftritt reifen. Ich wollte die Stimmung der Tracks und meine Live-Erfahrung gemeinsam mit meiner Band neu interpretieren und ihnen neues Leben einhauchen,“ erklärt die US-Amerikanerin den Entstehungsprozess des Albums.

„Live & Aflame Sessions“ entstand im legendären Kölner maarwegstudio2, den ehemaligen Studios der Plattenfirma EMI. Mit einer ganzen Entourage an Musikern interpretiert Akua Naru Songs ihres Debütalbums, welches Anfang 2011 erschien, komplett neu. Die Verbindung aus Soul-Rap und gefühlvollem Gesang, der musikalischen Unterstützung eines Streicher- und Bläserensembles, Percussions und Scratches machen das Musikstück zu einem einzigartigen Hörlebnis.

Unter der Regie von Jan Kerp entstanden dokumentarische Videomitschnitte, die den Geist der Aufnahmen und die musikalische Leistung aller Protagonisten einfingen. Die insgesamt zehn Live-Videos werden im Laufe der nächsten Wochen über verschiedene Online-Plattformen veröffentlicht.

Das Live-Album „Live & Aflame Sessions“ erscheint über das Indie-Label Jakarta Records und als digitaler Tonträger sowie auf Vinyl in einer limitierten Auflage.

Quelle (PDF)

Life & Aflame Sessions Tracklist

  1. Journey enter: live
  2. Take a ride
  3. The backflip: reflipped
  4. Nag champa gold
  5. Tales of (wo)men
  6. This mo(u)rning
  7. Poetry: How does it feel now???
  8. Walking the block
  9. The journey… aflame
  10. Rhyme ryder’s high
  11. Journey exit: aflame

Akua Naru Live

Wer in den Genuss kommen möchte noch „hautnäher“ dabei zu sein, der hat am 15. Mai im Kölner Stadtgarten die Gelegenheit dazu. Wenn ihr es irgendwie einrichten könnt: lasst euch das nicht entgehen!

Akua Narus Album „The Journey Aflame“ kann man in digitaler Form immer noch erwerben (siehe dazu die Kauf-Links am Ende des verlinkten Beitrags bzw. Bandcamp). Wer unbedingt die Vinyl haben muss, findet bei discogs Leute die ihre verkaufen – ab 75,- € aufwärts. Gute Musik spricht sich schnell rum.

Man kann ja über Romain Virgo denken und sagen was man will. Aber singen kann er, der Junge. Und wenn er dann in’s Studio kommt und live ’ne kleine Dub Session einlegt, hätte ich daran wohl mindestens genau so meinen Spaß wie der Dicke mit dem Mikrofon.

(Auch wenn das Rumgefilme und Kaputt-Gepulle den Vibes, die am Anfang reinkommen wollen die Tür vor der Nase zuknallt. Es hätte deep werden können; so war’s halt nur lustig.)

http://www.youtube.com/watch?v=4hr3UfNnQrg]