Bob Marley

Na, scheiss Montach gehabt? Dann hab ich hier die perfekte Medizin dagegen: DJ Vadims „Bob Marley Megamix“.

Und der kommt so anders daher, dass mir keiner sagen kann „geh mal nach Hause mit deinem Bob Marley Mix. Kenn ich alles“. Vadim packt hier nämlich Tracks rein, die eben nicht jeder kennt.
Klar, die „Legend“ dürften die meisten Menschen im Regal stehen haben. Aber Mr. Marley hat bekanntlich mehr zu bieten als „Buffalo Soldier“ und „No Woman No Cry“. Obendrein handelt es sich bei (fast?) allen Tracks um Remixe, die selbst den alteingesessensten Bob Marley Fan noch vor dem Ofen hervorlocken dürften.

Also Schuhe aus, Füße hoch, Bierchen auf, und dann zünden, bitte!

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Interessant sind auch Vadims Anekdoten AKA die Entstehungsgeschichte zu dem Mix. Denn erschreckenderweise scheint die einst so absurde Vorstellung aus „I Am Legend“, dass es irgendwann Menschen geben könnte, die Bob Marley gar nicht mehr kennen, schon Realität zu werden. Höchste Zeit dagegen was zu tun!

i couldnt resist. He is a legend. Arguably one of the most important singer songwriters of the 20th century. Some would say it is elvis or the beatles or bob dylan etc. the list is long but i would argue that few have had the global impact Marley had. if u go to townships in africa, who will they know? if u go tot the slums in peru or philipines or mongolia. its bob all the way. and thats the thing. He wrote some of the most beautiful love songs and protest songs at the same time. he touched the rich and the poor, the down trodden and even the political elite of his time.
on a recent tour in the US, i was genuinly shocked how few americans knew bob marley. ppl will say, bollocks vad. but tis true. time and time again, ppl in america just didnt know reggae. im not talking about the jamicans who live on flat bush av in BK. im talking main street USA. if ppl had heard of him, they wouldn b able to mention a song. So i was like, wow. im gonna do a little mix of alternative marley songs. not just Legend but others songs that people may not have heard. my favourite is WAR. the lyrics taken from emperor haille salasie speech to the United Nations…. wat a speech. How many politicians would be able to elequently express them selves like that nowadays…
enjoy. The spirit of bob marley continues

THERE IS NO TRACKLIST BUT A SPECIAL PRIZE TO ANYONE WHO CAN NAME ALL THE TRACKS! IM SERIOUS

Checkt bei Gelegenheit auch Vadims „Old School Reggae Inna Studio One“ Mix, falls ihr das noch nicht getan habt. Lohnt sich.

Alkaline - Weh Wi Ago Do

Ich hatte in einem früheren Beitrag schonmal erwähnt, wie hart mich der Devotion Riddim von Notnice berührt hat. Popcaans Voicing auf dem Riddim bekam ja dann auch eine Acoustic-Version spendiert, zu der es hier auch nochmal einen separaten Beitrag gab.

Zu Alkalines Track auf dem Riddim, „Weh Wi Ago Do“, gibt es nun ein passendes Video, das ich mir hier auch unbedingt reinkleben muss. Zum einen, weil mich wiegesagt der ganze Riddim, und so gut wie alle Songs auf dem Riddim so berührt haben. Zum anderen, weil man Alkaline, genau wie Popcaan, sonst eher von oberflächlicheren Nummern kennt. Schön, wenn gerade solche Artists mal zeigen, dass auch ganz andere (und wie ich finde, viel bessere) Seiten in ihnen stecken.

Wegen der immer noch laufenden GEMA / YouTube-Geschichte kann man das Video (genau so wie Alkalines ganzen Kanal) in Deutschland nicht abrufen. Weil ich aber glaube dass die ganze Welt solche Nummern hören sollte, war ich ausnahmsweise so frei das Video abzurippen, und über meinen Kanal nochmal hochzuladen. Ich hoffe es bleibt wenigstens ein paar Tage online, bevor die Copyright- und Contentmafia zuschlägt.

Ich weiss, das das jamaikanische Patois schwer zu verstehen ist, wenn man sich damit nicht beschäftigt. Aber wenn man die Ohren spitzt, und dazu die Lyrics und das Video vor Augen hat, dürfte die Quintessenz trotzdem rüber kommen. Ich finde es lohnt sich, sich auf den Vibe einzulassen.

Never know how times hard
Till mi si mi granny cut the tooth paste tube
Weh wi a go do?
Mi reall waan fi know weh wi a go do?

Die Scheisse ist so traurig und real, dass sie an keinem vorbei gehen dürfte, bei dem Herz und Empathie noch ordentlich arbeiten. Vielleicht hattet ihr auch selber mal Zeiten, in denen kaum Geld für was zu Essen am Start war. Das hilft beim einfühlen. Für solche Tracks liebe ich Reggae. Und daran wird sich nie was ändern. Big Tune!

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Lyrics

(Verse 1)
Never know how times hard
Till mi si mi granny cut the tooth paste tube
Weh wi a go do?
Mi reall waan fi know weh wi a go do?

Spend a bag a money pon school fee
What a rass if the pickney no pass
Weh wi a go do?
Not nice weh wi a go do?

(Chorus)
Wi suffering every day yah
Cause life so messed up mi brother
But weh wi a go do?
Ghetto youth weh wi a go do?

Wi work hard all week
And the money weh wi meck a fi send wi back a work
Weh wi a go do?
Society weh wi a go do?

(Verse 2)
Nough a wi deh yah so a suffer long time
But wi never give up, yeh wi never stop trying
For wi living in a perilous times
Dawg a nam dawg and blind a lead blind

Jah know seh da system yah set a way
And nobody no cater fi none a wi
And wi bwal seh wi want house and car
But a the prison and the hearse dem set fi wi

(Repeat Chorus)

(Verse 3)
Mount a time weh mi pree seh fi run away
Left yah so and go somewhere far away
But the only reason meck mi no left yet
A tru mi no have no weh fi go so might as well mi stay
But mi haffi wonder weh wi a go do?
Government tell mi weh wi a go do?
Mi waan gwaan easy but even that hard fi do

(Repeat Chorus)

Alborosie

Von allen Reggaeartists, die ich bisher live erleben durfte, ist Alborosie sicherlich die coolste Sau. Auch wenn ich lange nicht alle seine Tracks feiern kann, so feier ich bei Alborosie alles das, was einen Künstler sonst noch so ausmacht, umso mehr. Dass er David Rodigan Props gibt, nachdem der seine Radiosendung aufgegeben hat, dass er sich seine eigene Maschinengewehr-Gitarre als Hommage an Peter Tosh baut, und dass er in seinen Songs immer wieder seinen Respekt für „den alten Reggae“ zum Ausdruck bringt, und dass er bei Live-Auftritten nicht nur seine Songs singt, sondern auf der Bühne eine richtige Show abliefert.

Dass er – neben seinen mal eher Lovers Rock mäßigen, mal eher oldschooligen Reggaesongs auch eine große Leidenschaft für Dub hegt, hat er schon mit seinen Alben Dub Clash und Dub The System (eine Dub-Version seines Albums „Sound The System“) unter Beweis gestellt.

Zur Zeit arbeitet er an seinem nächsten Dub-Release, das unter dem Namen „Dub of Thrones“ in die Läden kommen soll, und für das er mit dem Produzenten King Jammy zusammengearbeitet hat. Dabei legt er besonderen Wert darauf, für seine Produktionen die klassischen, analogen Geräte zu nutzen.

Und wenn man ihn da in den Shengen Studios an den Reglern drehen sieht, merkt man warum er mit 17 von Sizilien nach Jamaika gegangen ist. Und warum das sehr viel Sinn gemacht hat, in den Geejam Studios als Produzent und Engineer anzufangen, und sich von da aus weiter zu arbeiten.

Direktlink / via Reggaelize It!

Puppo Albo hat nicht nur das Handwerkszeug gelernt, und weiss wie er mit seinem Equipment umgehen muss. Er zollt auch den Großen der Szene regelmäßig und ehrlich seinen Respekt, hält die Altbewährten Sachen am Leben, und schafft es dabei trotzdem, neue Einflüsse mit rein zu mischen, und bei aller Nostalgie nicht altbacken zu klingen.

Lange Rede kurzer Sinn: ich hab viel für Alborosie übrig, und kann’s kaum erwarten die Nadel auf den „Dub of Thrones“ zu legen. Fast schon schade, dass das Album nicht auf BluRay erscheint, und man ihm live dabei zusehen kann.

John Holt

John Holt ist gestern im Alter von 69 Jahren in einem Londoner Krankenhaus gestorben. Über die genaue Todesursache ist bisher nichts bekannt. Wegen seiner langsamen und romantischen Songs galt er als Vorreiter des Lovers Rock. Und weil das neben Ska & Rocksteady so ziemlich meine Lieblingsschublade in der breit gefächerten Welt des Reggae ist, gehört mindestens ein Mixtape zu seinen Ehren in dieses Blog.

Rest in peace, Brudi. Und danke für die Musik.

HOLT 45 – The John Holt Experience by Rednote Selector on Mixcloud

Quelle: Spiegel Online & Jamaica Observer

rocksteady

Die Blogrebellen hatten vor zwei Wochen diesen schönen Ska & Rocksteady Mix von DJ Dais im Blog.

Musste ich mir natürlich direkt auf das mobile Abspielgerät laden, und ausgiebig testen. Seitdem begleitet er mich, wann immer das Wetter es zulässt, bei jeder Radtour durch die Hood. Gibt nix schöneres, als bei strahlendem Sonnenschein mit Ska & Rocksteady auf den Ohren durch die Gegend zu eiern, und schönen Frauen hinterher zu gucken ;)

Leider funktioniert das alles nur halb so gut, wenn es draußen pisst wie Sau. Trotzdem sollte man sich dieses Ding für bessere Zeiten zurück legen – oder damit wenigstens zu Hause für Sonnenschein sorgen.

Irgendwas hat dieser alte Sound nämlich an sich, das der neue Sound nur selten hinbekommt. So ein Gefühl von zu Hause, Vertrautheit, Sicherheit, und guten Vibes.

Is‘ ungefähr wie Mutti besuchen – nur ohne die nervigen Kleinigkeiten, die damit einhergehen.

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Bob Marley ls Major Lazer - Nice Time - Brigante Sound Remix

Bob Marley longside Major Lazer – kann das gut gehen? Brigante Sound beweisen: es kann! Und zwar richtig gut!

Wenn das Video dazu dann schon mit ’ner Rennmaschine startet, hat man mich sowieso gewonnen. Ich bin da einfach gestrickt. Und von da an wird’s eigentlich nur noch besser.

Also listen wah de man say, „long time, we no have no nice time. Think about that“. Und dann macht euch eine nice time. Wie auch immer die aussehen mag. Vielleicht mit diesem Remix als Soundtrack. Bigup Brigante Sound!

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WelleOneLove #080

Welle One Love Klassenfahrt: Ray & Flo und die hochgeschätzte Carmen Sense waren am Wochenende zu Gast im aloha basement in Köln-Ehrenfeld. Versteht sich von selbst, dass wir diese (viel zu seltene) Gelegenheit der Familienzusammenkunft nutzen mussten, um eine Folge #WelleOneLove aufzunehmen.

Was dabei rauskommt, wenn vier so oberzärtliche Menschen und Musikgeschmäcker zusammenkommen, konnte man gestern Abend im Live-Stream bei den Blogrebellen, und jetzt dann auch als Mitschnitt bei Hearthis.at und Soundcloud rausfinden.

Das große Grinsen im Gesicht, das gar nicht mehr weggehen wollte, und den Rausch den die guten Vibes verursacht haben (der übrigens immer noch anhält), konnte das Mikro nicht einfangen. Das Gequatsche und Gekicher im Hintergrund aber sehr wohl. Und so gibt’s das gratis mit dazu ;)

Ich hoffe ihr habt genau so viel Spaß beim Hören wie wir beim Aufnehmen, und dass wir das bald nochmal wiederholen können. Beste Grüße gehen an dieser Stelle raus an den Homie & Mitbewohner Ben, die übelst charmanten Fotografen Lena & Tinley, den oberzärtlichen Ludwig Mittellos & die heiß geliebte „Antifranzi“, die wir beide noch vorm Roxy treffen durften, sowie den untergetauchten Popopapa, den undercover Rosenverkäufer, sämtliche Blogleser, die Twittermassive, alle Zuhörer, die Blogrebellen, und natürlich die Leute die die geile Musik gemacht haben, die wir auflegen durften.

Es war mir ein Fest und eine Ehre, dabei sein und den Gastgeber spielen zu dürfen. #EeneLiebe

EDIT: Soundcloud hat das Ding schon wegen Copyright-Bullshit gesperrt. Aber es gibt ja Hearthis.at, da geht er noch.

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Tracklist

Jungle – Drops
Damiano von Erckert – Reelluv feat. Tito Wun
Mr. Scruff – Feel Free
Sola Rosa – Loveless Ft. LA Mitchell (Baptman Remix)
Dexter – Fahrtwind (feat. Jaques Shure)
Lakmann – Real Talk
Hugo Kant – Leave Me Alone (feat. LostPoet)
Neema – Goodbye…
Al Green – Simply Beautiful
Metropolitan Jazz Affair – Roaming
Marco Di Marco – Take Off (Nicola Conte Campi’s Idea Version)
Flatpocket – Roomboy
Beanfield – Planetary Deadlock
Verb T – Where you find me
T Love – Definition Of A Yee-Yee
Melanin 9 – Gene Of Isis
Desmond Cheese – Dope VHS Master
DJ Adlib – Spread the Message feat. M.E.D. (HAZEEM RMX)
Christion – Full of Smoke
Lee Moses – California Dreaming
Sweet and Innocent – I Don’t Know What You’re Full Of
Little Brother – Make Me Hot
Arthur’s Landing – Love Dancing
wun two – samba to massage your mate by
FlipTrix – The Highway
The Pioneers – Let Your Yeah Be Yeah (Tokimonsta Remix)
The Pioneers – Long Shot Kick De Bucket
Guts – L.U.V.
Allah-Las – Ela Navega
Monster Rally – Lovely You
Twit One – All Night/All Day
C.W. Stoneking – The Love Me Or Die
Albert King – California
Los Silvertones – Carmen
La Lupe – Fiebre
Yma Sumac – Goomba Boomba
Ken Boothe – Artibella
Baron Rétif & Concepción Perez – Oranges
Nat King Cole – Aint Misbehavin
Grover Washington Jr. – Just The Two Of Us
Retrogott & Brous One – Benzin für Zwei
Jahtari – Outro