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portrait of Erroll Garner, New York, N.Y., between 1946 and 1948 (public domain)

Lieblingssamples: Errol Garner – I’m In The Mood For Love

Aus der Serie „Tracks bei denen einem direkt das Herz aufgeht“: Erroll Garners „I’m In The Mood For Love“. Egal ob jetzt im Original oder mit ‘nem ordentlichen Beat drunter, das Ding macht jedes Mal die Welt ein Stückchen besser.

Erroll Garner – I’m In The Mood For Love

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Wenn mich meine Erinnerung nicht im Stich lässt habe ich es zuerst bei Arm & Hässlich gehört. Als Intro in diesem Animationsvideo zu „Unperfektion“. (Und auch mit „wouh!“ reagiert.)

Arm & Hässlich feat. Soihe – Unperfektion

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Kürzlich lief mir das Gerät dann nochmal über den Weg. Als Sample in Luke Christophers „Roses“.

Passt zwar auch als ganzer Song, wär mir aber ohne den leicht cheesigen Sänger noch lieber. Falls jemand das Instrumental findet: bitte bitte postet‘s mir in die Kommentare!

Genau so natürlich, wenn ihr noch mehr Tracks mit dem Sample kennt, oder eigene Lieblingssamples habt.

Luke Christopher – Roses

Direktlink / Soundcloud

Männer lesen Sportkommentatorinnen ekelhafte Tweets vor

Schwierig, für solch ein Video eine Headline – und die richtigen Worte zu finden.

Sexistische Kackscheisse ist ja leider an viel zu vielen Stellen immer noch Gang und Gäbe. Egal ob jetzt im TV, in der Werbung, im Job, beim Ausgehen im Club, oder sonstwo. Man kann sich als Typ kaum ausmalen, wie sehr andere Typen sich teilweise daneben benehmen. Und mit welch einem Müll sich Frauen tag täglich rumschlagen müssen.

„Dank“ der niedrigeren Hemmschwelle nimmt das im Internet noch krassere Züge an, und gipfelt in Sätzen, bei denen man sich für sein Geschlecht nur noch schämen kann.

Wer sich dann als Frau „auch noch“ in einer „Männerdomäne“ behaupten will, kriegt die volle Breitseite geistigen Dünnschisses vor den Latz geknallt.

Um das den ganzen Deppen auf dieser Welt vor Augen zu führen, lesen in diesem Video Sportfans Sportkommentatorinnen Tweets über ebendiese vor. Und kippen dabei zu Recht ziemlich schnell von anfänglicher nervöser Giggelei zu peinlich berührter Scham.

Schadet nix, das Video weiterzuleiten. Das runde Ding auf dem Hals ist nicht nur zum Mütze draufsetzen da. Öfter mal einschalten, die Birne. Und wenn schon nur Müll darin rumschwimmt, gerne öfter die Fresse halten.

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Passend dazu: Visa Vie (den meisten wohl bekannt durch ihr Interviewformat bei 16Bars.TV) hat letztens ein gutes Interview zum Thema Sexismus im Deutschrap gegeben. Lohnt sich!

„Ich möchte keine ‚geile Sau‘ sein“: Visa Vie über Sexismus im Deutschrap

JuJu Rogers - Monkey

JuJu Rogers – Monkey

Ende Juli feierte das Musikvideo zu „Monkey“ von Juju Rogers Premiere. Gecatcht hat mich vor allem der Beat, der zum „repeaten“ einlädt.

Seitdem ist ein guter Monat ins Land gezogen, und ich wollte mir immer mal das dazugehörige Album anhören. Das hab ich nun gestern endlich mal getan, und hatte allein des Titels wegen schon hohe Erwartungen.

„From The Life Of A Good- For-Nothing“ – da fühlt man sich als Hallodri und Müßiggänger mit gelegentlichem Hang zur Melancholie doch direkt angesprochen.

Und, um das schonmal vorweg zu nehmen: die Erwartungen wurden erfüllt. Lange hab ich kein so schönes Rapalbum mehr gehört. Das mag daran liegen dass mich der meiste Kram langweilt, und ich für den „modernen Shit“ zu hängen geblieben bin. Wird aber auch nochmal unterstützt von der Tatsache dass ich mir (auch deswegen) in letzter Zeit so wenig neue Musik reingezogen hab.

Jedenfalls begleitet mich „From The Life Of A Good-For-Nothing“ ab sofort auf allen Abspielgeräten, und will noch einige Male mehr durchgehört werden. Wenn ich das Ding dann auswendig kenne, wird es dazu nochmal einen separaten Beitrag hier im Blog geben. Inklusive ein paar anderer Hörproben, Anspieltips, und mehr Infos.

Bis dahin lasse ich euch mit dem Video zu „Monkey“ alleine, und möchte nur schonmal den Wink in die richtige Richtung geben. Diggt vielleicht selber mal ein bisschen, und hört euch Juju Rogers‘ Mucke an. Da warten Perlen auf euch. Und ein Typ, den zu unterstützen sich lohnt.

Juju Rogers - From The Life Of A Good-For-Nothing

LP kaufen bei: Bandcamp / HHV

Lakmann - Aus dem Schoß der Psychose

Lakmann bringt neues Album raus: Aus dem Schoß der Psychose

Lieblingsrapper Lakmann meldet sich heute überraschend aus seinem Badezimmer, und kündigt ein neues Album an. „Aus dem Schoß der Psychose“ wird es heißen, als Release ist das 4. Quartal 2015 angepeilt, und die dazugehörige Limited Edition Box kann man ab sofort auf eartouch.com vorbestellen. 43,99 € kostet die Box, und bringt folgendes mit:

Lakmann-ADSDP-Wallpaper

  • Das Album auf CD in der limiterten Box Edition mit 23 Tracks (Standard Edition hat 20 Tracks)
  • Die Instrumentals und Acapellas auf CD (Beats kommen als Loops damit möglichst viele Acapellas auf die Scheibe passen)
  • Das limitierte ADSDP Tshirt als Buntdruck (Größe L)
  • Lakmann Sticker und Autogramm
  • Ein Download-Code für Lakmann’s “All-In” Album

Wer den ganzen Klimbim nicht braucht, und bzw. oder das Album lieber auf Vinyl kaufen möchte, muss sich noch ein wenig gedulden. Die CD und Vinyl werden, sobald das genaue Releasedatum feststeht, ebendann bei den üblichen Verdächtigen erhältlich sein.

Alle weiteren Fragen zum Album beantwortet der Chef persönlich vom Lokus aus. Nicht.

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Passt alles zum Lakmann wie Arsch auf Klobrille, und macht nen erwartungsgemäß sympatischen Eindruck. Mir persönlich juckt es jetzt schon in den Fingern, und ich kanns kaum erwarten den neuen Kram zu hören.

P.Hightower ft. Lakmann – Dreh die Mukke nochmal auf

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AMERICAN REFLEXXX

American Relfexxx

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Nichtsahnend hab ich dieses Video eben bei Facebook angeklickt. Verstört, beschämt und traurig hat es mich in den Tag starten lassen. Und an den Kerl erinnert, der damals öfter mal Nachts an der Tanke seine Zigaretten bei mir gekauft hat. Im Kleid, mit Nagellack und Lippenstift, auf hochhackigen Schuhen. Der, je öfter er kam, immer länger zum quatschen da blieb, weil ihm ausnahmsweise mal keine Verachtung und Unverständnis entgegen kam. Der mir mal aus erster Hand erklärte, wie das eigentlich bürokratisch abläuft, wenn man sich für eine Geschlechtsumwandlung entscheidet. Mit dem ich immer noch eine Zigarette rauchte, während er mir erzählte was einer 1,90 Meter großen, stämmigen, auf dem Dorf lebenden Transfrau so hinterhergerufen wird.

Welche Ausmaße das annehmen kann, wenn man ein bisschen provokanter und in Begleitung einer Kamerafrau in Myrtle Beach, South Carolina unterwegs ist, kann man in „American Reflexxx“ begutachten. Und sich hinterher schämen.

American Reflexxx is a short film documenting a social experiment that took place in Myrtle Beach, South Carolina. Director Alli Coates captured performance artist Signe Pierce as she strutted down a busy oceanside street in stripper garb and a reflective mask. The pair agreed not to communicate until the experiment was completed, but never anticipated the horror that would unfold in under an hour.

The result is a heart wrenching technicolor spectacle that raises questions about gender stereotypes, mob mentality, and violence in America.