Winamp

1. Einleitung

Diese Anleitung befasst sich mit den notwendigen Einstellungen und Programmen die man benötigt um sich als DJ auf einen Internet-Stream zu verbinden. Erklärt wird das Ganze hier anhand von WinAmp 2.91, sämtliche Einstellungen lassen sich aber auch auf WinAmp 5 übertragen; lediglich für den 3er WinAmp gelten diese Informationen nicht, da WinAmp 3 die Plugins von WinAmp 2.x nicht unterstützt, und dazu gehört auch das Shoutcast Plugin was wir hier benötigen. Sofern du also noch WinAmp 3 installiert hast, solltest du diesen löschen und den 5er installieren (kostenlos downloaden).
Außerdem sei an dieser Stelle erwähnt dass die meisten Internetradios ihre Streamdaten (also URL und Passwort) nicht einfach so herausgeben, du wirst dich also an geeigneter Stelle als DJ bewerben müssen und – je nachdem – deine Sendungen erst eintragen müssen bevor du dich connecten und senden kannst.
Natürlich ist es auch möglich den eigenen Computer als Server zu verwenden. Allerdings ist das nur bei schnellen Internetverbindungen ratsam, da man auch mit DSL je nach Qualität maximal 5 Zuhöhrer bedienen kann. Daher verzichte ich an dieser Stelle darauf auf diese Methode näher einzugehen und leiste diesbezüglich auch keinerlei Support via eMail. Falls du Interesse an dieser Art des Streamings hast, findest du dazu nähere Informationen auf der Shoutcast Homepage (englisch).

Es sei noch erwähnt dass ich mich bei dieser Anleitung an den notwendigen Einstellungen für u4us orientiere, Einstellungen für Qualität, URL, Passwort, etc. können also variieren. An gegebener Stelle wird in der Anleitung aber nochmal darauf hingewiesen.

Noch ein Wort an alle die beim Senden Turntable-Mäßig abgehen wollen: Mit WinAmp zu streamen ist die empfohlene Art für Webradio-Einsteiger, also solche die mal Testen wollen ob sie Spaß an der Sache haben. Oder für solche denen es nur darum geht MP3s zu streamen und ab und zu ins Mikro zu reden. Natürlich bietet die hier beschriebene Variante wenig Möglichkeiten was Crossfading, Pitching, Beat-Anpassung, etc. angeht, aber es ist halt die einfachste und billigste Variante für den Anfang. Wer mehr Funktionen braucht sollte sich vielleicht mal mit BPM-Studio oder SAM Broadcaster (Tutrial dazu findest du auch auf alohastone.com) befassen, diese Tools sind ein wenig umfangreicher und bieten mehr Funktionen.

So, jetzt aber genug der Einleitung. Wer nach diesem Tutorial immer noch Probleme haben sollte kann mich gerne anschreiben, die entsprechenden Möglichkeiten mich zu erreichen findest du unter Kontakt. Gehen wir also an’s Eingemachte:

2. Installation

2.1 Einleitung

Bevor wir irgendwas einstellen sollten wir uns erstmal die Tools besorgen die wir brauchen. Da wäre an erster Stelle mal WinAmp. Die meisten von euch werden den schon installiert haben, in dem Fall bitte sicherstellen dass ihr entweder den 2er oder den 5er WinAmp, NICHT ABER den 3er WinAmp installiert habt. Dazu einfach Rechtsklick in euren WinAmp und „Nullsoft WinAmp“ anklicken. In dem neuen Fenster seht ihr unten die Versionsnummer:


In dem Fall ist WinAmp 5.01 installiert, kann also benutzt werden. Wenn ihr schon den richtigen WinAmp installiert habt, bitte einfach auf der nächsten Seite weitermachen.

2.2 WinAmp downloaden

Zuerst müsstest du jetzt ganz geschmeidig die WinAmp Homepage ansurfen. Aber weil wir’s ja eilig haben und uns nicht damit aufhalten wollen den Link zur Download-Seite zu suchen nimmt euch der nette Webmaster von alohastone.com die Arbeit ab und führt euren linken Mauszeiger >> hierher <<. Jetzt müsst ihr nur noch klicken, und in dem neuen Fenster was sich öffnet eine Entscheidung treffen:

  • Wollt ihr den WinAmp der dazu da ist eure MP3s abzuspielen, zu streamen, und vielleicht mal einen Classic Skin runterzuladen, oder
  • Wollt ihr den WinAmp mit dem ihr euch auch die vollkrass flashigen und bunten Modern Skins installieren, eure Pornos gucken (Vorsicht! Könnte zu unangenehmen Situationen in Verbindung mit dem Yahoo!IM Plugin führen!), und CDs brennen könnt, oder
  • Wollt ihr den WinAmp der auch noch dolle Spielchen drin hat?

Egal wofür ihr euch entscheidet, streamen könnt ihr mit allen drei Versionen (Lite, Full, Bundle). Also euren Favoriten anklicken, dann Download klicken, die Datei speichern (am besten da wo ihr sie auch wiederfindet) und WARTEN.

2.3 Winamp installieren

Fertig? Supi! Dann kannst du das Fenster zur WinAmp Homepage wieder schließen und die Datei öffnen die du gerade gespeichert hast. WinAmp lässt dich dann noch ein paar Entscheidungen treffen (z.b. wo WinAmp sich speichern soll), bei denen ich dich nicht beeinflussen will. Mach alles so wie du das für richtig hälst.

2.4 Shoutcast installieren

Praktischerweise müssen wir dafür noch nichtmal die Shoutcast Homepage anklicken. Wir speichern einfach das Shoutcast Plugin, starten die Datei wieder, und installieren Shoutcast in unser WinAmp Verzeichnis.

3. Shoutcast aktivieren

Wenn wir auch diesen schwierigen Schritt hinter uns gebracht haben sollten wir WinAmp mal starten; entweder über den Desktop, über die Schnellstartleiste, über’s Startmenü, über den Explorer,…. oder WinAmp war so schlau und hat sich von selbst gestartet. Hauptsache das Ding is jetzt an =)
Klick also mal mit dem rechten Mauszeiger in deinen WinAmp. Es sollte sich folgendes Kontextmenü öffnen:

Durch dieses Menü hast du Zugriff auf alle WinAmp-Funktionen. Du kannst Dateien abspielen, Die Datei-Informationen betrachten, auf deine Bookmarks zugreifen, WinAmp-Fenster ein- oder ausschalten, Skins auswählen, etc. pp.
Für unser Vorhaben müssen wir in die Optionen (=Options). Wir fahren also mit dem Mauszeiger über den Punkt „Options“, woraufhin sich folgendes Kontextmenü wie von Geisterhand aufklappt:

Wie mein Mauszeiger das auf dem Bild schon richtig macht (der kennt sich nämlich aus), klicken wir auf Preferences. Und da entdecken wir auch schon einen „Trick“ für die Zukunft: Wer Klicks sparen will klickt beim nächsten Mal einfach in seinen WinAmp und drückt die Tasten [CTRL] + P. Bei deutschen Tastaturen [STRG] + P (P = Preferences = Optionen) um in die Optionen zu kommen.

Okay, das hätten wir also. Unbemerkt hat sich folgendes Fenster geöffnet:

„WinAmp Preferences“ steht da drüber. Hier könnt ihr so einiges einstellen. Wer Zeit und Lust hat kann sich alles mal ansehen und ausprobieren, für unseren Zweck reicht’s aber in der Abteilung „Plug-ins“ auf „DSP/Effect“ zu klicken, und dann rechts „Nullsoft SHOUTcast Source DSP“ auszuwählen. Normalerweise sollte sich dann eigenständig noch ein Fenster öffnen; falls nicht: klick mal auf „Configure“. Und mit besagtem Fenster geht’s dann im nächsten und wichtigsten Kapitel weiter. Das Fenster „Winamp Preferences“ kannst du wieder schließen, sonst verlier’n wir den Überblick.

4. Einstellungen

4.1 Vorwort

Das folgende Kapitel befasst sich mit den Einstellungen die im ShoutCast Plugin und im Windows Mixer nötig sind damit das Streamen einwandfrei klappt. Du solltest dir die Zeit nehmen alles in Ruhe durchzulesen; ich habe die Anleitung extra etwas umfangreicher gemacht um alle Fragen die mir bisher begegnet sind von vornerein zu beantworten.

Wenn nach dieser Anleitung trotzdem noch etwas nicht funktionieren sollte; lies sie dir nochmal durch ;o) Und wenn’s dann immer noch nicht klappt, schau mal im Forum des Internetradios auf dem du senden willst nach. Meistens werden dort die häufigsten Fragen bereits beantwortet.

Sollte auch das nicht helfen, versuch’s mit Google (kennt zwar jeder, nutzt aber kaum einer). Wenn auch das nicht hilft quatsch mich ruhig an. Wie das geht steht unter Kontakt.

Also: Konzentration! Auf geht’s!

4.2 Einstellungen – Main


Der Main-Bildschirm ist das erste Fenster was man beim Starten von Shoutcast sieht. Allerdings ist es gleichzeitig auch das unnötigste, weil alle Sachen die hier angezeigt werden auch anderswo auftauchen und wir hier nichts einstellen können.

Der einzige ersichtliche Sinn könnte ein Überblick über die wichtigsten Sachen sein: Zu welchen Streams ist ShoutCast verbunden und wie stark schlagen die Pegel aus. Aber ich will gar nicht näher drauf eingehen und spring direkt zum Output-Fenster:

4.3 Einstellungen – Output


So, jetzt sind wir bei einem der wichtigsten Fenster angekommen. Hier trägt man die Daten des entsprechenden Streams ein. Praktischerweise haben wir direkt 5 verschiedene Outputs (1), d.h. man kann 5 verschiedene Einstellungen speichern. Das ist allerdings nur dann von Nöten wenn ihr auf mehreren Streams senden wollt und nicht alle Infos neu eingeben wollt.
Fangt also beim Output 1 an die Einstellungen vorzunehmen:
2 Zeigt das Status-Fenster. Wie man sieht ist Shoutcast nicht verbunden. Sobald alle Einstellungen vorgenommen wurden und man auf Connect klickt sollte hier die KByte-Zahl der übertragenen Daten angezeigt werden.
3 Ist unser Connect-Button.
Den müsst ihr anklicken wenn ihr euch zum Stream verbinden und senden wollt.
4 Ist die URL des Streams. In dem Fall lautet sie www.u4us.com, bei anderen InternetRadios ändert sich die natürlich
5 Ist der Port des Streams. Auch hier ist 8000 die Einstellung für u4us-webradio.
6 Ist euer Sendepasswort. Bei u4us bekommt ihr dieses per PM zugeschickt sobald
ihr eine Sendung eintragt. Das Passwort ist dann auch nur für diese eine Sendung gültig. Bei anderen Streams wird das Passwort immer gleich bleiben.
7 Setzt den Encoder fest den ihr für den Stream benutzen wollt. Da wir 5 Outputs haben gibt’s auch 5 Encoder. So könnt ihr für jeden Stream eine andere Qualität einstellen; oder für alle Outputs denselben Encoder benutzen. Mehr Infos zum Encoder gibt’s auf der nächsten
Seite.

4.4 Einstellungen – Encoder


Wie gesagt haben wir auch hier 5 Encoder für die wir unterschiedliche Einstellungen vornehmen können. Der Encoder Type ist in jedem Fall MP3 Encoder, die Encoder Settings können je nach Stream variieren.
Bei u4us müssen wir die Einstellungen
so setzen wie sie hier abgebildet sind. Das ist zwar nich gerade die tollste Qualität, kann aber nicht höher gestellt werden weil u4us den Traffic (= Datenverkehr) und die GEMA-Gebühren bezahlen muss; bei 12 Stunden täglicher Sendezeit ist daher keine höhere Qualität möglich.
Informiert euch bitte beim jeweiligen InternetRadio wie hoch ihr die Qualität schrauben dürft, und denkt daran dass selbst mit DSL eine Qualität von 128kbps, 44.100kHz, Stereo kaum möglich ist. Macht in dem Fall eine Testsendung und lasst euch von den Zuhöhrern sagen ob der Stream buffert (Buffer = Lade-Unterbrechnungen). Tastet euch so schrittweise an die Qualität ran die eure Internet-Verbindung zulässt. Und denkt dran Filesharing-Programme vor dem Streamen auszuschalten ;o)
Solltet ihr die Einstellungen für die Encoder 2-5 verändern müsst ihr natürlich auch dran denken den passenden Encoder im Output-Fenster auszuwählen.
Wenn alles eingestellt ist können wir mit dem Input weitermachen:

4.5 Einstellungen – Input


Die Input Settings sind entscheident für das Funktionieren von Musik und Mikrofon und direkt mit dem Windows Mixer verknüpft. Fangen wir oben an:
Unser Input Device ist „Soundcard Input“. Winamp wird als Input zwar empfohlen; macht es aber unmöglich Ansagen durch’s Mikro zu machen.
Die Input Settings können ruhig auf 44100Hz, Stereo stehen; je nach Encoder-Einstellungen wird die Qualität sowieso runtergeregelt.
Rechts sehen wir zwei Balken – die Input Levels. Die funktionieren wie bei jeder Anlage und jedem Radio: Sie zeigen an wie laut das Signal der Musik oder des Mikros ist. Achtet darauf dass die Balken zwar hoch ausschlagen, aber nicht permanent auf 0dB stehen – das hätte ein Rauschen beim Zuhöhrer zur Folge.
Feintuning geschieht hier durch die Regler „Music Level“ und „Mic Level“ sowie durch den Windows Mixer.
Im Bereich „Mic Input“ wählen wir „Microphone“ aus, da man sein Mikrofon ja normalerweise an die Mikrofon-Buchse des PCs anschließt und ShoutCast dieses Signal als Mikrofon-Input benutzen soll.
Unten sehen wir 4 Regler. Der gelb markierte
(Music Level) regelt die Lautstärke der Musik wenn das Mikro aus ist. Eine Einstellung von -2dB sollte funktionieren.
Der grün markierte (BG Music Level) regelt die Lautstärke der Hintergrundmusik wenn das Mikro offen ist. Soll heißen: Ihr sagt was durch’s Mikro während im Hintergrund Musik läuft. -14dB ist hier die niedrigste mögliche Einstellung, bei -20dB hört der Zuhöhrer gar keine Musik mehr. Hier müsst ihr in einer Testsendung die richtige
Einstellung finden.
Der orange markierte (Mic Level) ist für die Lautstärke des Mikros zuständig. Da die meisten Mikros ziemlich leise sind sollte man hier 0dB oder -2dB auswählen.
Der hellblau markierte (Fade Time) gibt an wie lange es dauert bis Shoutcast von 100% Musik auf 100% Mikro geregelt hat. Die Zeit läuft ab
dem Moment wo man auf „Push to Talk“ (=gedrückt halten zum Reden) bzw. „Lock“ (= Mikro bleibt so lange offen bis man nochmal auf „Lock“ drückt) klickt.
Die Angaben die auf dem Screenshot zu sehen sind sind nur Vorschläge meinerseits. Jeder Rechner ist anders, deswegen könnt ihr euch nur daran orientieren und müsst die für euch passenden Einstellungen selbst finden.
Wichtig sind auch die Einstellungen im Windows Mixer. Dorthin gelangen wir indem wir auf „Open Mixer“ klicken:

4.6 – Einstellungen Windows Mixer

Wenn wir auf „Open Mixer“ geklickt haben, sollten sich zwei Fenster öffnen: Einmal die „Aufnahmesteuerung“ und einmal die „Wiedergabesteuerung“. Wir befassen uns hier zuerst mal mit der „Aufnahmesteuerung“:

So in etwa sollte das Ganze aussehen. Wahrscheinlich habt ihr noch mehr Spalten aufgeführt als nur die drei hier abgebildeten. Auf jeden Fall braucht ihr aber „Mikrofon“, „Wave/MP3“ und „Was Sie hören“.
Wobei „Was Sie hören“ nur bei Creative Labs Soundkarten vorhanden ist, bei anderen Soundkarten heisst dieser Punkt meistens „Stereo Mix(er)“.

Falls eine dieser Spalten noch nicht in eurer Aufnahmesteuerung erscheint könnt ihr sie anzeigen lassen indem ihr oben auf „Optionen“ >; „Eigenschaften“ klickt.


In diesem Fenster klickt ihr auf „Aufnahme“; dann habt ihr im unteren Bereich für jedes Aufnahmegerät ein Kästchen womit ihr es aktivieren könnt.
Sofern in eurem Computer noch eine alte Soundkarte werkelt kann es auch sein dass ihr weder „Was Sie hören“ noch „Stereo Mix(er)“ als Aufnahmegerät
auswählen könnt, in dem Fall findet ihr mehr Infos unter „Troubleshooting“.
Wir gehen aber mal davon aus dass ihr „Was Sie hören“ bzw. „Stereo Mixer“ aktivieren könnt. Macht also den Haken rein und klickt OK.

Kommen wir zurück zu unserer Aufnahmesteuerung:
„Was Sie hören“ bzw. „Stereo Mix(er)“
wird nun angezeigt, und wir wählen es als Aufnahmegerät aus, indem wir dort den Haken bei „Auswählen“ setzen. Wie ihr die drei Lautstärkeregler setzt müsst ihr durch Testen selber herausfinden; auch hier zeigt der Screenshot wieder nur eine Empfehlung
meinerseits. Bedenkt einfach dass der „Stereo Mix(er)“ das Signal von Mikrofon und Wave/MP3 zusammenmischt.
Sofern ihr „Was Sie hören“ aktiviert habt, braucht ihr den „Mikrofon“ und „Wave/MP3“
Regler gar nicht einzustellen da das alles über die Wiedergabesteuerung kontrolliert wird (Was Sie hören eben +g+).
Was wir jetzt noch tun müssen ist in der Spalte „Mikrofon“ auf „Erweitert“ klicken, um das Mic noch etwas lauter zu machen:


Einfach bei der +20dB Anhebung den Haken setzen und mit „Schließen“ bestätigen.
Kommen wir jetzt zur „Wiedergabesteuerung“:

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Hier brauchen wir mindestens die Spalten „Wiedergabesteuerung“, „Wave/MP3“, „CD Audio“ (sofern ihr CDs abspielen wollt), „Line-In“ (sofern ihr andere Geräte an den Line-In-Eingang angeschlossen habt), und natürlich „Mikrofon“. Einblenden könnt ihr sie auch hier wie oben
bereits beschrieben.
Was wir ebenfalls nochmal wiederholen müssen ist die +20dB-Anhebung für’s Mikrofon (siehe oben).
Es sei abschließend gesagt dass die Regler „Wave/MP3“ und „Mikrofon“ direkt von Shoutcast gesteuert werden; Wave/MP3 entspricht in Shoutcast dem „Music Level“, Mikrofon entspricht „Mic Level“. Sobald ihr auf „Push To Talk“ oder „Lock“ drückt, werden die Regler entsprechend verstellt, das kann man schön beobachten indem man die Wiedergabesteuerung offen lässt, und im Shoutcast einen der beiden Buttons drückt / gedrückt hält.
Jetzt kann ich euch nur viel Spaß; beim Einstellen und Testen wünschen, den Part kann ich euch nicht abnehmen ;o)
Alle die weder „Was Sie hören“ noch „Stereo Mix(er)“ als Aufnahmegerät auswählen können finden unter „Troubleshooting“ Alternativen, der nächste Punkt dieser Anleitung befasst sich damit eine simple Playliste mit den Tracks zu erstellen die ihr auf Platte habt, damit eure Höher ihre Musikwünsche darauf ausrichten können.

5. Playliste erstellen

Damit die Höhrer auch wissen welche Tracks sie sich wünschen können ist es sinnvoll alle Tracks die Ihr auf eurer Festplatte gespeichert habt in einer Playliste zusammenzufassen. WinAmp bietet zwar keinerlei Einstell-Möglichkeiten, generiert aber auf Mausklick eine einfache HTML-Datei in der alle Tracks aufgelistet sind. Das kann schnell unübersichtlich werden wenn man >1000 MP3s in der Liste hat, sollte aber für den Anfang ausreichen.
Dann mal los:

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Screenshot klicken zum Vergrößern

Als allererstes sollten wir uns nochmal kurz in die WinAmp Preferences begeben – wie das geht habe ich ja vorher schon erklärt. Wir springen also zum Punkt „Titles“ im Menü „General Preferences“ und aktivieren den Radio Button wie auf dem Screenshot zu sehen.
Das hat zur Folge dass WinAmp die Titel-Informationen einliest sobald MP3s in die Playliste aufgenommen werden. Wenn dieser Punkt nicht aktiviert wird, sieht die genrierte Playliste schnell mistig aus – also einfach machen und mit „Close“ bestätigen.
>

Wie man die Playliste öffnet weiss hoffentlich jeder ;o) Über den „ADD“-Button könnt ihr Tracks in die Playliste hinzufügen; macht das einfach so oft bis alle MP3s in der Liste stehen.
Dann klickt ihr auf „Misc“ > „Misc Opts“ > „Generate HTML Playlist“

Ihr seht hier dass es auch dafür wieder ein Tastaturkürzel gibt: [Ctrl] + [Alt] + G = [Strg] + [Alt] + G

Daraufhin sollte sich euer Browser öffnen und die Playliste anzeigen. Damit ihr die auch wiederfindet klickt am besten auf „Datei“ > „Speichern unter“ und speichert die HTML-Datei irgendwo wo ihr sie wiederfindet. Damit die Höhrer die Playliste jetzt auch anschauen können müsst ihr das Ganze irgendwo hochladen. Wer keinen Webspace hat, findet bei RAW Syndicate’s Linksite ein paar Links von kostenlosen Webspace-Anbietern. Dort müsst ihr die Datei hochladen (meist per FTP-Programm) und den Höhrern die entsprechende URL mitteilen. Wer nur Bahnhof verstanden hat sollte jemand fragen der sich damit auskennt =)

6. Fehlersuche

Wer keine Option „Was Sie hören“ bzw. „Stereo Mix(er)“ in seinem Windows Mixer findet, der hat wahrscheinlich eine ziemlich alte Soundkarte
in seiner Kiste stecken.
Eine kleine Erklärung wie ihr trotzdem
Hintergrund-Musik und Moderation gleichzeitig realisieren könnt finder ihr im DJ-Forum von u4us (Zugang nur für DJs) und bald auf alohastone.com.
Abschließend noch ein paar

7. Links

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6 Gedanken zu „Winamp

  1. Klasse wir haben uns schon eine Weile überlegt ein Webradio aufzuziehen. Mein Diplomant wird mit dem Tutorial schon einiges anfangen können.

    Danke für die tolle Arbeit

  2. Hi endlich mal eine Beschreibung auf Deutsch danke dafür. Gibts ein Plugin für Winamp wo TurnTables simuliert werden und man bisschen mixen kann beim streamen?

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